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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 06:50 Uhr

FDP: Polizeipräsenz wird sinken

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Weiter Kritik an Plänen, im Kreis Plön sechs Polizeistationen zu schließen / Polizeidirektion spricht von Verständnis in betroffener Gemeinde

Die Kritik an Plänen der Kieler Polizeiführung, im Kreis Plön sechs Polizeistationen zu schließen und im Kreisgebiet zehn Stellen zu streichen, hält an. Nach der CDU kritisierte nun auch die FDP das Vorhaben. „Personalabbau führt in diesem sensiblen Bereich auf jeden Fall zu einer Schwächung der Polizeipräsenz im gesamten Kreis Plön“, erklärte Martin Wolf, Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der Kreis-FDP.

Die FDP in Land, Kreis und Ortsparlamenten habe sich stets für ausreichende Polizeipräsenz ausgesprochen. Personalabbau bedeute immer auch, dass die Polizeipräsenz gerade im ländlichen Bereich, nachts und an Wochenenden zurückgehe. Fahrtstrecken zu Einsatzorten würden länger und zeitintensiver, monierte Wolf.

„Wo da genau die von der Polizeidirektion Kiel benannte Konzentration in die Fläche stattfinden soll, ist mir rätselhaft“, insistierte Gunnar Schulz, Gemeindevertreter der FDP in Heikendorf und stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung stehe schwarz auf weiß: „Die Polizei muss in der Fläche erhalten bleiben, bürgernah und transparent sein.“ Dieses Versprechen müsse die Landesregierung auch in die Tat umsetzen, um die Sicherheit nicht zu gefährden.

Unterdessen äußerte sich der Leiter der Polizeidirektion Kiel, Thomas Bauchowitz, nach dem angekündigten Besuch der ersten von sechs betroffenen Gemeinden optimistisch. „ Obwohl die Amtsvorsteherin und die Bürgermeister enttäuscht waren und der Entscheidung auch weiterhin kritisch gegenüber stehen, gelang es der Polizeiführung nach gut 90-minütiger lebhafter Diskussion, Verständnis bei der betroffenen Gemeinde zu wecken“, erklärte Bauchowitz gestern nach einem Besuch im Gebäude der Amtsverwaltung in Selent am Mittwoch. Ebenfalls betroffen von den Schließungsplänen sind Ascheberg, Hohwacht, Kirchbarkau, Laboe und Probsteierhagen. In den nächsten Tagen werde die Polizeiführung die weiteren Gemeinden aufsuchen.


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erstellt am 10.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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