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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 00:17 Uhr

FDP kritisiert neue Bäderregelung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Liberale setzen sich für eine Abschaffung des Ladenschlussgesetzes ein

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Dass es den Geschäften der Nord- und Ostseebäder durch die neue Bäderregelung künftig von Januar bis Mitte März nicht gestattet ist, am Sonntag ihrer Türen zu öffnen, stößt bei der FDP Ostholstein auf Unverständnis. „Insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die mittlerweile den Sonntag als umsatzstarken Tag benötigen, werden extrem geschädigt“, erklärt Kreisvorsitzender Jörg Hansen. Nach Ansicht der Liberalen sollte es den Betreibern auch künftig selbst überlassen werden, wann und wie lange sie ihre Geschäfte für den Verkauf öffnen und diese Zeiten innerhalb ihrer Belegschaft klären.

Dabei will man den Kirchen aber nicht den Schwarzen Peter zuschreiben. Eine Öffnungszeit nach der Kirchenzeit, dann aber durchgängig für das ganze Jahr, wäre ein Kompromiss. So können beide Seiten davon profitieren, findet die FDP. Die Entscheid der Kieler Küstenkoalition sei ein unfreundlicher Akt für Tourismus und Familien.

So arbeite man insbesondere am Standort Ostholstein in vielen Bereichen daran, die Attraktivität zu steigern und darum, den Anschluss nicht zu verlieren. „Gerade an den offenen Sonntagen brummt die Küste. Und dies gilt nicht nur
bei gutem Spaziergehwetter. Deswegen setzen wir uns seit Jahren für eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten und der Bäderregelung ein“, sagt der Fraktionsvorsitzende Manfred Breiter.

Die Bäderregelung sei aus diesem Grund für Familien und vor allem berufstätige Eltern oder Alleinerziehende nicht mehr zeitgemäß. Im Gegenteil zwinge sie Familien an anderen Tagen, neben Beruf und anderen Verpflichtungen, notwendige Besorgungen zu erledigen.

Die FDP setzt sich deshalb für eine Abschaffung des Ladenschlussgesetzes ein. „Wir fordern die Landesregierung auf, die nicht mehr zeitgemäße Bäderregelung in ihrer aktuellen Form aufzuheben und so die Wirtschaft, den Tourismus und die Familien vor Ort zu stärken oder zumindest nicht zu behindern,“ erklärt Hansen.



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