FDP: Eingliederung belohnen

Christopher Vogt (von links) beim Unternehmensverband, die FDP-Vertreter Wilfred Knop (Malente) und Marius Winkler (Eutin) gehörten zur Gesprächsrunde.
Christopher Vogt (von links) beim Unternehmensverband, die FDP-Vertreter Wilfred Knop (Malente) und Marius Winkler (Eutin) gehörten zur Gesprächsrunde.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christopher Vogt im Meinungsaustasuch mit dem Unternehmensverband Ostholstein-Plön

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05. Oktober 2018, 11:58 Uhr

Zu einem Meinungsaustausch mit dem Unternehmensverband Ostholstein-Plön (UVOH-P) traf sich der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Christopher Vogt mit dem Vorstandsvorsitzenden Werner Süß und dem Geschäftsführer Hannes Wendroth.

Der Unternehmensverband Ostholstein-Plön wolle einen direkten Kontakt zwischen Unternehmen herstellen und über ein „Wir-Gefühl“ auch zu Engagement für die Sache und untereinander animieren, stellte Geschäftsführer Wendroth den freiwilligen Zusammenschluss vor. Dabei müsse man mit seinem Angebot stets attraktiv sein. Beispiele aus der Praxis über den Weg Unternehmensverband wolle man so auch in die Politik bringen, um dort Ansatzpunkte für Verbesserungen zu platzieren.

Süß bedauerte eingangs: „Wenn ich meine Rede aus der Zeit meines Amtsantritts von vor acht, neun Jahren anschaue, muss ich leider sagen: Vieles von dem ist heute noch gültig!“ Wendroth nannte ein aktuelles Problem: Die Unternehmen hätten es zunehmend schwer, Bewerber für offene Stellen zu finden. Die Frage müsse also sein, „wie bringen wir Migrantinnen und Migranten in Arbeit?“, wurde Süß praktisch. Dabei seien Deutschkenntnisse der Schlüssel zum Erfolg.

Christopher Vogt ergänzte, dass es in der jüngsten Vergangenheit eine Wende gegeben habe: Während man Asylbewerber vorher zunächst nicht in die Arbeitsprozesse eingliedern wollte, sei es nun konkrete Aufgabe, Menschen in qualifizierte Arbeit zu bringen: „Wir müssen dabei vermitteln, wie wichtig eine Qualifikation ist. Und dazu gehört selbstverständlich die Sprache.“

Dabei müssten die Unternehmen unterstützt werden, die bei der Integration und Qualifizierung von Menschen einen wesentlichen Part einnähmen. Diese Leistung müsse belohnt werden.
Er halte es auch für nicht hinnehmbar, dass sich eine Gesellschaft eine so hohe Zahl von jungen Menschen ohne Schulabschluss leistet, sagte Vogt weiter.

Insgesamt sei man in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg. Süß diktierte dennoch ins Aufgabenheft, dass man Pläne beschleunigen, die Vergabekriterien verstetigen und die Bürokratie abbauen müsse, um den Mittelstand dauerhaft zu unterstützen. Dabei forderte Süss auch, das Verbandsklagerecht zu prüfen. Man müsse über Wahlperioden hinaus denken und Leitplanken ziehen, die auch nach der nächsten Wahl stünden.

Dem stimmte Vogt zu, begleitet mit dem Hinwies, dass die Landesregierung in Sachen Investitionen eine Wende erreicht habe: „Wir haben den Anteil der Investitionsquote Schleswig-Holsteins von 6,6 auf 10,2 Prozent heben können. Diese Steigerung ist Ergebnis unserer Jamaika-Verhandlungen.“ Die FDP habe die Regierungspartner überzeugen können, dass es wichtig sei, auch in die Infrastruktur zu investieren. „Nur so werden wir es schaffen, Schleswig-Holstein einen dauerhaft positiven Finanzplan zu präsentieren.“ Auch das gehöre zu ihrem Projekt des mittelstandsfreundlichsten Bundeslandes.

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