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Fasaneninsel: Stadt will Bestand für Sanierung bewerten

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es ist verflixt: Karl-Heinz Schulenburg (89) hat schon vor Monaten die Fasaneninsel am Eutiner Amtsgericht ersteigert – doch betreten hat er sein Eigentum noch nicht.

Der erste gemeinsame Termin am 17. September scheiterte: Als ein Gerichtsvollzieher in Begleitung eines Schlossers und des Schulenburg-Vertrauten Joachim Schrader per Fischerboot zur Insel übersetzen ließ, wurde die Gruppe am Steg von zwei Männern erwartet. Diese präsentierten einen Vertrag, nach dem ihnen von der Alteigentümerin die Nutzung der Insel für Projekte zur Landesgartenschau und spezielle TV-Produktionen überlassen worden sei (wir berichteten). Schulenburg: „Ich hätte niemals gedacht, dass es so kompliziert werden würde.“

Der zweite Termin wurde am vergangenen Montag amgesagt. Schulenburg hat nach eigener Aussage einen Räumungstitel erwirkt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Gerichtsvollzieher tätig werde. „Derzeit ist auf der Insel noch jemand, und es ist nicht der Eigentümer“, erzählt Bauamtsleiter Bernd Rubelt, der gleichzeitig Geschäftsführer der eigens für die Landesgartenschau gegründeten GmbH ist.

Die Stadt will jetzt von Amts wegen einen Orts- und Besichtigungstermin veranlassen. Rubelt: „Um für das Sanierungskonzept planen zu können, müssen wir wissen, welche Geländestruktur wir haben, wie die Uferlinie beschaffen ist. Gibt es schützenswerten Arten- und Baumbestand und wie ist es um die Gebäude auf der eigentlichen Gründungsstätte bestellt.“ Das Vorhaben, die Insel der Öffentlichkeit zur Landesgartenschau zur Verfügung zu stellen, sieht er als eine Illusion. Das sei zeitlich nicht zu schaffen. „Ich würde da eher mit 2017 rechnen“, sagt Rubelt. Für ihn gehöre die Insel nicht zum Planungsgebiet für die LGS. Dass die Insel für die Stadt eine bedeutende Rolle habe, betonte Rubelt im Gespräch: „Das ist ja schon daran zu erkennen, dass wir den B-Plan aufgestellt haben und sie im Sanierungsgebiet liegt.“

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erstellt am 24.Okt.2014 | 13:11 Uhr

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