zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. November 2017 | 19:39 Uhr

Familien als touristische Zielgruppe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vermieterversammlung in der Tourist-Info Plön / Leiterin Caroline Backmann legte sehr gute Übernachtungszahlen für Plön vor

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 14:29 Uhr

Wie sind die schlechte Haushaltslage der Stadt Plön und die Förderung des Tourismus in Einklang zu bringen? Mit dieser Frage beschäftigten sich über 40
Tourismuspartner in der Tourist-Info gemeinsam mit Plöns Bürgermeister Jens Paustian und dem Hauptausschussvorsitzenden Oliver Hagen (CDU).

Gefragt waren also Ideen, Anregungen aber auch Wünsche der Anbieter. Diskutiert wurde, ob zum Beispiel Familien mit Kindern eine zukunftsfähige Zielgruppe für Plön wäre. Wer die Zielgruppe allerdings auch bedienen möchte, muss Kinderecken in Restaurants, attraktive Spielgeräte im Strandbereich oder bewachte Badestellen vorhalten. Besprochen wurde auch, wie die Vor- und Nachsaison besser belebt werden können. Wunsch ist es, Plön zu positionieren, ein bestimmtes Thema oder ein Motto zu finden, das Plön einzigartig macht und von anderen Städten unterscheidet.

Einige hielten ein ganzjähriges, ausgewogenes, qualitatives und „Plön-typisches“ Veranstaltungsangebot für erforderlich. Als Beispiele wurden das Stadtbuchtfest und die Kulturnacht aber auch das Jazz-Festival, die Schlosskonzerte und das Anleuchten am Schloss genannt.

In ihrem Vortrag freute sich Caroline Backmann als Leiterin der Tourist-Info Plön über sehr gute Übernachtungszahlen, die überdurchschnittlich im Vergleich zum Land und auch der gesamten Holsteinischen Schweiz gestiegen sind. Plön hält 1228 Betten in 17 Häusern vor – erfasst wurden nur Häuser mit mehr als zehn Betten. Sie verzeichneten 38 849 Ankünfte (+ 4,2 Prozent) und 148 870 Übernachtungen (+ 4,9 Prozent). Hinzu kommen Zuwächse von acht Prozent bei der Kurabgabe. Caroline Backmann geht davon aus, dass auch im nicht statistisch erfassten Bereich bei Campingplätzen und Privatvermietern entsprechende Zuwächse zu verzeichnen sind.

Besonders wies Caroline Backmann auf die Möglichkeit der Online-Buchbarkeit der Unterkünfte in Plön und der ganzen Holsteinischen Schweiz hin. Diese Buchungsart sei nicht mehr neu oder innovativ, sondern inzwischen „Standard“. Allerdings seien noch zu wenige Anbieter der Region online – also ohne Rückfrage – buchbar. In Plön seien erst 38 Prozent der Anbieter online buchbar. Backmann: „Das ist im Vergleich zur ganzen Holsteinischen Schweiz mit 23 Prozent zwar gut, aber im gesamtdeutschen Wettbewerb der Regionen zu wenig.“

Die Tourist-Info Plön habe daher zu Jahresbeginn begonnen, in Einzelgesprächen Vermieter die Potenziale und die Vorteile der Online-Buchbarkeit nahe zu bringen. Erste Erfolge seien sichtbar. Gleich nach der Sitzung hätten fünf Vermieter Kontakt zu den Mitarbeiterinnen der TIP aufgenommen um Termine zu vereinbaren.

2014 erwartet Caroline Backmann eine gute Saison, steigende Buchungs- und Übernachtungszahlen, einen weiteren Anstieg der Tagesgäste sowie positive Auswirkungen auf Einzelhandel und Gastronomie. Das Stadtführungsangebot wurde um „Küssen in Plön“ und abendliche Kanu-Touren mit Stopp im „Seeprinz“ erweitert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen