Fahrradmessetag : Fahrräder in allen Varianten

Leichtgewicht: Nur sieben Kilogramm wiegt das Carbon-Rennrad von Klaus Schilling.
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Leichtgewicht: Nur sieben Kilogramm wiegt das Carbon-Rennrad von Klaus Schilling.

Die Initiative Fahrradfreundliches Eutin verbucht ihren Fahrradmessetag an der Stadtbucht als einen vollen Erfolg und denkt an eine Wiederholung.

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22. Oktober 2012, 11:49 Uhr

Eutin | Vom elektro-unterstützten Lasten-Rad über Alltagsräder bis zum High-Tech-Rennrad: Eine solche Auswahl unterschiedlichster Räder, wie Fahrradfans sie am Sonnabend an der Stadtbucht vorfanden, hat es in Eutin mit Sicherheit noch nicht gegeben - schon gar nicht an einem Ort. Möglich gemacht hat das die Initiative Fahrradfreundliches Eutin. Sie organisierte den Fahrradmessetag als Ergänzung zur Ausstellung "Radlust in Eutin", die noch bis zum 25. November im Haus des Gastes zu sehen ist.

"Mehr Interesse als erwartet" registrierte Händler Thomas Schaefer, der mit seiner Firma "global move" in Eutin und Neustadt vertreten ist. Und auch Jörg Schöning von Fahrrad-Wöllert in Malente zeigte sich zufrieden. Mehrere Interessenten hätten schon mal ein E-Bike probegefahren. Das blieb nicht ohne Folgen , wie Schöning beobachtete: "Die sind alle mit dem breiten E-Bike-Grinsen zurückgekommen." Das passte zum Wetter, das mit fast sommerlichen Temperaturen ideale Bedingungen bot.
"In Kopenhagen und Amsterdam sind die Straßen voll davon"

Zu den Besuchern der Messe gehörte auch Gerd Niemeck. "Ich fahre mit dem Rad vor allem zum Einkaufen", verriet der Rentner aus Eutin-Neudorf, während er sich von Verkäufer Eckhard Grage in Sachen Helm beraten ließ. Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Großeinkauf künftig per Rad zu erledigen, war bei Thorsten Krogh (Fahrradladen Rückenwind) an der richtigen Adresse. Der Kieler hatte mehrere Lastenräder mitgebracht, mit und ohne E-Motor. Hierzulande hätten viele noch nie solche Räder gesehen, weiß der Fahrradhändler. Bei unseren Nachbarn sei das anders: "In Kopenhagen und Amsterdam sind die Straßen voll davon."

Dirk Klint aus Großenwiehe bei Flensburg gehörte zu denjenigen, die einen Blick auf die Lastenräder warf. Eine Probefahrt wollte er aber nicht wagen. "Wir schon so viel geradelt, erst gestern um den Kellersee", erklärte der Tourist, der mit seiner Lebensgefährtin gerade auf dem Camping-Platz in Malente Urlaub macht.
Rennrad aus "militärischem Luftfahrt-Carbon"

Ein seltener Anblick im Eutiner Straßenbild sind auch die Fahrräder, die der Eutiner Klaus Schilling (Radsport Eutin) dabei hatte. Neben einem Downhill-Bike mit gewaltiger Federgabel für die schnelle Bergabfahrt im Gelände hatte er auch ein unverkäufliches Rennrad der dänischen Marke Principia dabei. Der Rahmen bestehe aus "militärischem Luftfahrt-Carbon", versicherte er und scherzte, damit werde der Spruch "Schwerter zu Pflugscharen" wieder aktuell. Nur sieben Kilogramm wiegt der schwarze Renner, die zwei mal zehn Gänge werden elektronisch geschaltet. So viel Hochtechnologie hat ihren Preis. Das Rad hat 8000 Euro gekostet.

"Sehr zufrieden" über die Veranstaltung äußerte sich Jens Rose-Zeuner von der Fahrradinitiative. Die Resonanz sei ganz toll gewesen. Jetzt denke man darüber nach, die Aktion zu wiederholen. Dann solle ein Termin im Frühjahr gewählt werden, wenn die Fahrradsaison los gehe.

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