Frühmorgens in Eutin : Fahrradkontrolle fiel überraschend positiv aus

Polizeibeamte nahmen gestern Morgen die Fahrräder von Weber-Schülern in Augenschein.
Polizeibeamte nahmen gestern Morgen die Fahrräder von Weber-Schülern in Augenschein.

Die Polizei kontrolliert an allen Eutiner Schulen die Fahrräder von Schülern. AN der Weber-Schule fiel das Ergebnis überraschend gut aus.

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22. November 2013, 00:33 Uhr

Ein überraschend positives Bild bot sich Beamten der Eutiner Polizei gestern Morgen am Weber-Gymnasium. Bei rund 150 Schülern kontrollierten sie vor Beginn der ersten Stunde die Verkehrssicherheit der Räder – und nur bei 14 Rädern hatten sie insgesamt 19 Mängel festgestellt. Dabei handelte es sich in elf Fällen um Mängel am Licht, vier mal waren Bremsen defekt und vier Mal fehlte eine funktionierende Klingel.

Vor zwei Wochen hatte die Polizei begonnen, an allen Eutiner Schulen die Räder unter die Lupe nehmen, von der Förderschule bis zu den Gymnasien. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. „Wir machen das extra jetzt, wenn es morgens noch dunkel ist“, erklärt Polizeihauptkommissar Henrik Bockwoldt. „Es ist ja wichtig, dass die Kinder auf ihren Rädern gesehen werden.“

Das Hauptaugenmerk der Beamten lag deshalb auch auf funktionierenden Lampen – die bei den Weber-Schülern allerdings meist in Ordnung waren. Wie etwa bei dem Fünftklässler Thies. Sein Fahrrad wird nicht extra winterfest gemacht. „Wenn was kaputt ist, dann wird es repariert“, sagt er.

Die Schüler, bei denen die Polizisten doch etwas auszusetzen hatten, bekamen einen neongelben Verwarnzettel mit nach Hause. Innerhalb einer Woche müssen sie nun ihr repariertes Rad bei der Polizei vorzeigen. „Geschieht dies nicht, bekommen die Eltern der älteren Schüler ein Verwarngeldangebot“, berichtet Bockwoldt. Bei einer defekten Lichtanlage könnten das schon einmal 15 Euro sein. Bei jüngeren Schülern werden erst die Eltern informiert, anschließend die Schule.

Denn die ist schließlich auch daran interessiert, dass die Kinder sicher zur Schule kommen, wie der Verkehrsbeauftragte der Weber-Schule, Olaf Hatz, betont. Auch wenn die Beamten nur an 14 Rädern Mängel festgestellt haben, bei den Ausreden sind sind die Schüler laut Bockwoldt genauso einfallsreich wie die Erwachsenen. Den Klassiker bekamen die Polizisten auch gestern wieder zu hören: „Vorhin ging das aber noch.“

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