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Fällt heute die Entscheidung für einen Malenter Bürgerbus?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Der Malenter Hauptausschuss könnte bei seiner heutigen Sitzung ab 17 Uhr im Rathaus die Weichen zur Finanzierung eines Bürgerbusses stellen. Die Gemeinde müsste die Hälfte der laufenden Kosten in Höhe von insgesamt 20  000 Euro übernehmen, wie der Verwaltungsvorlage zu entnehmen ist. Der interfraktionelle Arbeitskreis ÖPNV des Kreises Ostholstein hat bereits beschlossen, dass der Kreis die andere Hälfte finanziert. Der Projektstart für einen dreijährigen Probebetrieb soll Ostern 2016 erfolgen.

Um bei einem Scheitern des Projekts nach dem Probebetrieb keine Fördermittel zurückzahlen zu müssen, soll der Bürgerbus nicht gekauft, sondern geleast werden. Damit entfiele allerdings auch eine Förderung durch die Aktiv-Region Holsteinische Schweiz-Schwentine, da diese nur investive Kosten übernehmen würde.

Die Fertigung eines den Malenter Bedürfnissen entsprechenden Kleinbusses dürfte fünf bis sechs Monate in Anspruch nehmen. Das erklärte der Vertreter einer Firma, die im September ein entsprechendes Fahrzeug auf dem Baubetriebshof der Gemeinde präsentierte. Dabei handelte es sich um einen Fiat Ducato mit acht Einzelsitzen einschließlich Nutzungsmöglichkeit für Rollstuhlfahrer. Die Leasingrate für das vorgestellte Modell läge bei 1048 Euro pro Monat.

Soll der Bürgerbus tatsächlich zu Ostern 2016 Fahrt aufnehmen, ist angesichts der voraussichtlichen Lieferzeit Eile geboten. Die Ausschreibung für einen dreijährigen Leasingvertrag müsste sofort erfolgen, heißt es in der Vorlage. Die Gemeinde plant unterdessen, das Fahrzeug auch für andere Zwecke einzusetzen, etwa zum Transport von Schülern oder Flüchtlingen.


Symbolische Baumpflanzung


Weiteres Thema ist eine Anfrage der weltweit agierenden islamischen Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) aus Kiel, die in der Gemeinde symbolisch einen Baum pflanzen will. Die AMJ habe ihren Ursprung auf dem indischen Subkontinent und trete für eine friedliche Verständigung und Toleranz zwischen den Kulturen und Religionen ein. Andere Kommunen (Preetz und Schwentinental) hätten den kulturellen Mehrwert einer solchen Baumpflanzung hervorgehoben. Nach dem eigentlichen Ereignis hätten sich die Teilnehmer aus Politik und Verwaltung sowie Bürger zu einem gemeinsamen Gespräch im Rathaus eingefunden.

In Plön sorgt eine Veranstaltung der AMJ, die heute ab 19 Uhr in der Aula am Schiffsthal stattfinden soll, allerdings gerade für politischen Ärger. Bürgermeister Jens Paustian hatte die Schirmherrschaft für einen Ausstellungs- und Vortragsabend unter dem Titel „Stoppt den Terror – Was lehrt der Islam wirklich?“ übernommen. Nun sieht er sich mit Forderungen aus Teilen der Politik konfrontiert, dort nicht in seiner Eigenschaft als Bürgermeister aufzutreten.

Außerdem geht es in der heutigen Hauptausschuss-Sitzung um das geplante Bürgerbüro, ein Ratsinformationssystem und den Frauenförderplan für die Gemeinde. Voraussichtlich im nicht-öffentlichen Teil wird der Ausschuss über den Stellenplan 2016 beraten.

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