Fachlicher Austausch zwischen Katenrauch und Landjäger

Die Fleischerklasse der Mittelstufe mit ihren Stuttgarter Gästen beim Obermeister Jürgen Fritze (im Bild links) in Kalübbe.
Die Fleischerklasse der Mittelstufe mit ihren Stuttgarter Gästen beim Obermeister Jürgen Fritze (im Bild links) in Kalübbe.

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09. Mai 2016, 11:27 Uhr

Einen fachlichen Austausch gab es zwischen Fleischerei-Nachwuchs aus Plön und Stuttgart. Die Stuttgarter Fleischer-Lehrlinge Tobias Mundinger, Felix Geiger, Frieder Wahl, Johannes Bächtle und Florian Zapf gingen für 14 Tage in die Lehre zu den Fleischermeistern Rainer Muhs aus Krummbeck, Bernd Steffen aus Muxall und Thomas Berlin aus Rickling.

Während dieser Zeit besuchten sie auch die Berufsschule am Berufsbildungszentrum Plön. Das Austauschprojekt ist von der Fleischerinnung Holstein Nord, dem Landesinnungsverband der Fleischer von Baden-Württemberg sowie der Stuttgarter Berufsschule im Hoppenlau und dem Berufsbildungszentrum Plön im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist es, das berufliche Sichtfeld des Nachwuches zu erweitern und die Attraktivität der Ausbildung zur Fleischerin oder zum Fleischer zur Geltung zu bringen.

So wussten die süddeutschen Lehrlinge schon nach gut einer Woche, was hier im Norden anders gemacht wird. Demnach produzieren die norddeutschen Fleischer nicht so viel Brühwurstaufschnitt, dafür sind sie aber Weltmeister in der Herstellung von Kohlwurst, Katenrauchmettwurst und Katenschinken. Von den Räucherkaten der Gastbetriebe waren die Stuttgarter Lehrlinge besonders angetan. So stellten die Gäste am BBZ Plön unter Anleitung von Fachlehrer Axel Sagermann Holsteiner Kohlwurst her, die sie am folgenden Tag verkosteten.

Ein weiteres Highlight war der Besuch beim Obermeister Jürgen Fritze in Kalübbe. Dort hatten die Plöner Berufsschüler und ihre Gäste die sich nur noch selten bietende Möglichkeit, das tierschutzgerechte Schlachten von Schweinen und Rindern zu erleben. Anschließend wurden alle vom Obermeister zur sensorischen Prüfung der neuesten Wurstkreationen aus der eigenen Bioproduktion eingeladen.

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