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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 02:13 Uhr

Malente : Fachleute sollen entscheiden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In der Bahnhofstraße sollen Baumlücken geschlossen werden – mit welcher Baumart, überlässt der Planungsausschuss den Experten

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 04:00 Uhr

Malentes Gärtnermeister Martin Goldberg behalft sich zwischenzeitlich schon mit Blumensäulen. So füllte er im vergangenen Jahr Lücken, die abgestorbene Bäume in der Bahnhofstraße gerissen hatten. Doch bald könnten dort, wo derzeit Lücken klaffen oder stark geschwächte Bäume stehen, endlich neue Bäume gepflanzt werden. Der Planungsausschuss rang sich auf Vorschlag von Gudrun Förster (CDU) in seiner jüngsten Sitzung dazu durch, den Fachleuten der Gemeinde die Entscheidung zu überlassen, welche Baumart gewählt werden soll. Im vergangenen Jahr hatte er das bereits einmal vertagt.

Damals hatte Goldberg, der bei der jüngsten Sitzung nicht anwesend war, zwei Sorten als Ersatzpflanzungen vorgeschlagen: Die Zierkirsche und die Säulenhainbuche. Doch der Ausschuss konnte sich nicht entscheiden und verordnete allen Beteiligten erst einmal eine Denkpause – offenbar ohne Wirkung. Doch nun drängte die Zeit, denn die in den Haushalt für eine Neuanschaffung der Bäume vorgesehenen Mittel drohten mit dem Ablauf des Haushaltsjahres zu verfallen.

Beim Ausbau der Bahnhofstraße 1990 waren rund 110 Baumhaseln gepflanzt worden. Von diesen müssen mittlerweile zwölf ersetzt werden, da sie entweder eingegangen und bereits entfernt worden sind oder sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Die vermeintlich einfachste Lösung, wieder Baumhaseln zu pflanzen, kommt jedoch nicht in Frage. Die großen Früchte, die sie im Herbst in erheblichen Mengen abwirft, bereiten nicht nur viel Arbeit, sie stellen aus Sicht der Verwaltung auch eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer dar.

Malentes Umweltbeauftragter Achim Vollert plädierte dafür, Buchen nachzupflanzen, allerdings sprach er im Gegensatz zu Goldberg von einer Stammhainbuche und nicht von einer Säulenhainbuche. Von einer Zierkirsche riet er aus ökologischen Gründen ab, da diese sich schädlich auf Insekten wie Bienen auswirken könne.

Außerdem beauftrage der Ausschuss die Verwaltung, noch einmal das Planfeststellungsverfahren aus dem Jahre 1988 zu überprüfen, mit dem die Standorte der Bäume rechtsverbindlich festgelegt worden sind. Besonders eine Anliegerin gegenüber dem Lenter Platz kämpft seit Jahren gegen drei Bäume, die ihrer Ansicht nach zu dicht an ihrem Wohn- und Geschäftshaus stehen. Sie forderte die Gemeinde auf, endlich einzusehen, dass die Pflanzungen damals ein Fehler gewesen seien. Es sei schließlich nicht besonders überraschend, dass Baumhaseln Haselnüsse produzierten.

 

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