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Eutin : Experten sagen: Baumfällung ist für Natur verkraftbar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf Wunsch der Grünen stellten im jüngsten Bauausschuss Experten für Landschaftspflege und Artenschutz ihre Gutachten bezüglich der Baumfällarbeiten im Seepark und im Süduferpark vor.

Auf Wunsch der Grünen stellten im jüngsten Bauausschuss Experten für Landschaftspflege und Artenschutz ihre Gutachten bezüglich der Baumfällarbeiten im Seepark und im Süduferpark vor.

Das Ergebnis formuliert Karsten Lutz vorsichtig so: „Wenn es nicht so eine große Aufregung um diese Arbeiten gegeben hätte, könnte ich mir gut vorstellen, dass man das im Frühjahr gar nicht mehr so gravierend wahrgenommen hätte.“ So zumindest wird es nach seinem Gutachten den Tieren gehen, die in den Bereichen der Fällarbeiten heimisch sind. Vögel, Fledermäuse, Amphibien und Fischotter werden nicht in ihrem Lebensräumen beeinflusst. Bereits im vergangenen Jahr hat er durch mehrfache Begehungen und Beobachtungen 36 Vogelarten, neun Fledermausarten, Erdkröten und Grasfrösche in den Bereichen entdeckt, in denen jetzt gefällt wurde. Für Fledermäuse – es wurde kein bestehendes Quartier zerstört – werden künstliche neue aufgehangen. Die Vogelwelt in Eutin sei vergleichbar mit jeder anderen Parkvogelwelt und werde die Holzarbeiten ohne Einschnitte verkraften. „Die Populationen der Arten wachsen seit den 50er Jahren enorm an“, sagt Lutz. Auf die Frage, ob die LGS die Vögel nicht stören würde, antwortete Lutz: „Alle Vogelarten kommen auch im Hamburger Stadtpark vor. Und da ist jedes Wochenende mehr los, als hier zur Landesgartenschau sein wird.“ Mit anderen Worten: Die Beeinträchtigungen in den kommenden zwei Jahren seien für die Arten verkraftbar. Auch die Waldohreule „freue“ sich eher über ein lichteres Kronendach, weil das ihr Jagen vereinfacht. Wie sieht es mit der Pflanzenwelt aus? Raimund Weidlich erklärte, dass für 26 gefällte Bäume (über 60 Zentimeter Stammdurchmesser) im Seepark insgesamt 49 neue gepflanzt werden (38 Laub- , elf Obstbäume) – teilweise auf der Ausgleichsfläche im Dodauer Forst. Mit dem anderen Teil schlägt der Landschaftspfleger der Stadt vor, unmittelbar neben der geplanten Wohnmobilfläche im Süduferpark eine Art Streuobstwiese anzulegen und den Stellplatz durch Baumpflanzungen vom Wanderweg abzugrenzen. So sollen hier insgesamt zwölf Hainbuchen und 34 hochstämmige, heimische Obstbäume gepflanzt werden. Außerdem habe die Stadt bis Ende Mai Zeit Pflanzorte für zwölf weitere Bäume zu finden. Auf die Frage nach dem Ausgleich vor Ort, antwortete Weidlich: „Wir sind am Süduferpark in der heutigen Peripherie mit einer Ausgleichsfläche. Wir wissen nicht, wie weit sich Eutin in 20 Jahren entwickelt. An Ausgleichsflächen ist man gebunden.“ Daraus werde kein Baugebiet.

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erstellt am 05.Feb.2015 | 09:54 Uhr

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