Neustadt : Experte des Barock

Der Vokalkreis Plön nimmt an der Neustädter Chorakademie teil.
Der Vokalkreis Plön nimmt an der Neustädter Chorakademie teil.

Der Neustädter und der Plöner Chor arbeiten gemeinsam mit Chorleiter Hermann Max.

shz.de von
17. Februar 2011, 12:10 Uhr

neustadt | 40 Chorsänger treffen sich an diesem Wochenende bei der 4. Neustädter Chorakademie. Als Teilnehmer werden die Sänger des Vokalkreises Plön mit ihrem Leiter, Kirchenmusikdirektor Henning Schwerk, sowie der Bremer Chorleiter Hermann Max erwartet.

Abschluss der Akademie wird ein Konzert am Sonntag, 20. Februar, im Gottesdienst um 10 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche sein. Es erklingen Werke von Claudio Monteverdi, Johann Hermann Schein, August Friedrich Homilius, Johann Sebastian Bach, Johann Ludwig Bach und Johannes Brahms, die Predigt hält Propst Dr. Otto-Uwe Kramer.

Zur Chorakademie eingeladen hat der Evangelische Kammerchor Neustadt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, einmal im Jahr mit benachbarten und befreundeten Kammerchören unter der Führung eines erfahrenen Chorleiters ein Wochenende zu verbringen. Dazu stellt das Ameos-Psychatrium das Hans-Rahlfs-Haus zur Verfügung.

Ziel ist, wie Neustadts Kantor Andreas Brunion erläutert, vom Wissen anderer Chorleiter zu lernen und für den eigenen Choralltag zu profitieren. In den vergangenen Jahren seien namhafte Dirigenten zu Gast in Neustadt gewesen, dieses Jahr sei es mit Hermann Max ein Experte für historische Aufführungspraxis.

Max hat an der Berliner Musikhochschule Kirchenmusik und an der Kölner Universität Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Archäologie studiert. Unermüdliche Forschungsarbeit in Bibliotheken und Archiven, Erstellung originalgetreuer Notentexte nach den entsprechenden Quellen und die Sicherstellung authentischer Aufführungen seien nur einige seiner Arbeitsgebiete. Zahllose hervorragende Werke vor allem aus der Zeit des Barock habe er vor dem vollständigen Vergessen bewahrt, "Standardwerke" seien von ihm in beispiel-

gebenden und maßstabsetzenden Aufführungen, Rundfunk- und CD-Produktionen realisiert worden. Dafür stünden ihm zwei von ihm gegründete hervorragende Ensembles - Rheinische

Kantorei und Das Kleine Konzert- zur Verfügung.

Ohne seine Arbeit wäre das Bild der bedeutenden Epoche des Barock unvollständig oder gar fehlerhaft, ist Bru-nion sicher. Eine ganze Musiklandschaft sei durch seine Arbeit wiederentdeckt oder vervollständigt worden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen