Ex-Präsident Wulff muss vor Gericht

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28. August 2013, 00:35 Uhr

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff kommt wegen Vorteilsnahme im Amt vor Gericht. Der Prozess gegen ihn könnte am 1. November beginnen, teilte das Landgericht Hannover gestern mit. Es sind sind zunächst 16 Verhandlungstage angesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte Wulff ursprünglich wegen Bestechlichkeit angeklagt, diesen Vorwurf stufte das Gericht nach mehrmonatiger Aktenprüfung aber herunter. Für Vorteilsnahme drohen bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Der Filmproduzent David Groenewold hatte einen Teil der Kosten für einen Oktoberfestbesuch des Ehepaars Wulff 2008 in München übernommen: rund 750 Euro. Wulff wusste davon nach eigenen Angaben nichts. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass Groenewold Wulff motivieren wollte, für eines seiner Filmprojekte um Geld zu werben. Seite 20 / Kommentar S.21

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