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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 21:50 Uhr

EUTIN : Eutiner Wehr leistete 229 Einsätze

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Retten, bergen, löschen: Für Ortswehrführer Wolfgang Mevs war 2015 „ein vergleichsweise normales Jahr“.

Die Eutiner Ortswehr wurde im vergangenen Jahr zu 229 Einsätzen gerufen, rechnerisch also häufiger als jeden zweiten Tag. Oder um es mit den Worten von Ortswehrführer Wolfgang Mevs zu sagen: „Damit war das Jahr 2015 ein vergleichsweise normales Jahr.“ Am meisten gefordert wurde die Feuerwehr im Juli (30 Einsätze) und im August (36 Einsätze). Einige dieser Einsätze rief Mevs den anwesenden 59 Feuerwehrleuten bei ihrer Hauptversammlung noch einmal ins Bewusstsein, etwa den Großbrand in der Friedrichstraße oder den Frontalzusammenstoß zweier Autos auf der B  76.

Denn neben 14 Personen, die im vergangenen Jahr von der Feuerwehr gerettet werden konnten, kam für vier Menschen jede Hilfe zu spät. „Es ist und bleibt für alle Beteiligten eine schwierige Situation, wenn es darum geht, Verletzte zu retten oder Tote zu bergen“, sagte Mevs. Aber auch so etwas gehöre mit zum Leben von freiwilligen Feuerwehrmitgliedern und müsse bewältigt werden.

Als außergewöhnlich bezeichnete Mevs eine Alarmierung vom 12. Dezember. Eine Person sei unter einem Zug eingeklemmt worden, hieß es. Allerdings nicht in Eutin, sondern in Bad Schwartau. Die Eutiner Wehr war fälschlich alarmiert worden. „Wie ich im Nachhinein gehört habe, kann sich solche Fehlalarmierung durchaus wiederholen, da wir wohl nach wie vor für einen Bereich der Bahn vorgesehen sind, für den wir nicht zuständig sind“, schilderte der Ortswehrführer. Hier müsse die Alarmierungsordnung überprüft und angepasst werden.

Bei insgesamt 37 Einsätzen unterstützten die Eutiner benachbarte Wehren. Solcher nachbarlichen Hilfe komme die Feuerwehr immer gerne nach, zeige sie ihr doch, dass sie bei verschiedenen Einsätzen mit ihrer Ausrüstung helfen könne, so Mevs. Viele dieser Einsätze aber möge er eigentlich gar nicht als nachbarliche Hilfe bezeichnen, denn sie fielen auf Gemeindeebene etwa in Fissau oder Neudorf an. „Aber es werden auch, solange jede Wehr noch ihren eigenen Ausrückebereich hat, solche Einsätze als nachbarliche Hilfe bezeichnet.“ Viel Lob erhielten die 74 aktiven Eutiner Feuerwehrleute von den Gastrednern. Es bringe Spaß, mit der Eutiner Wehr zusammenzuarbeiten, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. „Die Wertschätzung der Wehr in der Bevölkerung und in der Verwaltung ist sehr, sehr groß.“

Monika Obieray, Vorsitzende des Bau-, Entwässerungs- und Feuerwehrausschusses, versicherte den Kameraden, dass die Politiker stets nur das Beste für sie wollten. Christian Ohlf von der Polizeizentralstation Eutin gab zu, er bewundere die Mitglieder der Feuerwehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz. „Danke, dass es Euch gibt.“ Und Andreas Riemke vom Kreisfeuerwehrverband betonte, dass man sich auf die Eutiner Wehr immer verlassen könne.

Eine Frau und elf Männer wurden bei der Hauptversammlung befördert: Markus Krabbenhöft zum Oberfeuerwehrmann, Alexander Herdt, Dominic Pelz, Timm Schmidt und Dennis Doll zu Hauptfeuerwehrmännern, Maike Schramm, Markus Wölms und Alexander Utermann zu Löschmeistern, Clemens von Studnitz und Dietrich Asbach zu Oberlöschmeistern sowie Jan Hendrik Lörchner und Kai Stefan Kreutzfeldt zu Hauptlöschmeistern zwei Sterne. Für zehnjährige Mitgliedschaft in der Eutiner Feuerwehr wurden Carsten Raettig, Andreas Tilse, Florian Wrage und Dominic Pelz geehrt, Fabian Stern ist bereits seit 20 Jahren dabei. Thorsten Weide und Volker Beuck traten vor 30 Jahren in die Wehr ein, Axel Schulz sogar schon vor 40 Jahren.

Für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Marco Schneck mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet, Wolfgang Stephan erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande für 40 Jahre aktiven Einsatz. Für seine langjährige Vorstandsarbeit unter anderem als Sicherheitsbeauftragter und Gruppenführer wurde Kai Prokohp vom Landesfeuerwehrverband mit Schleswig-Holsteinischen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Michael Quander wurde nach 33 Jahren in der aktiven Wehr in die Ehrenabteilung übernommen.

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erstellt am 22.Feb.2016 | 06:00 Uhr

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