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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 15:21 Uhr

Eutiner Katasteramt: Betreuer sind vor Ort

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes für Flüchtlinge kostet 290 000 Euro

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 08:25 Uhr

Die Schilder in den Fluren des ehemaligen Katasteramtes verraten die einstige Nutzung der Räume: „Rauchverbot gilt nicht in den Zellen“, „Amtsleiter Gutachterausschuss“ oder „Videogeschwindigkeitstrupp“. Ab Ende März sollen hier die ersten Flüchtlinge unter anderem aus dem Wiesenhof in größtenteils Zwei- bis Dreibettzimmern untergebracht werden. Erstmals sollen in einer städtischen Unterkunft auch die drei neuen Mitarbeiter für die Flüchtlingsbetreuung vor Ort in Büros arbeiten.

Die Umbauarbeiten im denkmalgeschützten Gebäude von 1931 laufen. Am Montag stiefelte eine Mitarbeiterin des Planungsbüros zusammen mit der Baufirma durch die Räume, um zu klären, welche Wände durchbrochen werden, welche Arbeiten zu leisten sind. Der Teppich soll, an Stellen, die hinüber sind, ausgetauscht werden. Vereinzelt stehen noch große Schränke in den Zimmern, die genutzt werden können. Auch die ersten Betten haben einstige Vormieter im Katasteramt gelassen. Am Anfang eines jeden Flures sind Gemeinschaftsräume samt Küche geplant, dahinter geht es in die Zimmer. Kleine Sanitärräume gibt es vereinzelt auf den Etagen, die Duschen- und Waschräume sind im Keller geplant.

„Wir machen das Gebäude etagenweise fertig“, sagt Sarah Fick vom städtischen Fachdienst für zentrale Immobilien. Doch vor der Belegung der oberen Etagen müsse erst ein zweiter Fluchtweg über einen sogenannten Rettungsturm geschaffen werden, ähnlich wie an der Weberschule, erklärte Fick.

Die Gesamtmaßnahme soll rund 290  000 Euro kosten, maximal 25  000 Euro Förderung gibt es laut Richtlinie vom Land dazu. Das Land stellt die Räume für die Unterbringung mietfrei zur Verfügung, die Stadt muss die Betriebskosten zahlen.

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