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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 15:28 Uhr

Eutiner kandidiert in Heide

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Oliver Schmidt-Gutzat tritt für die SPD in der Kreisstadt Dithmarschens als Bürgermeisterkandidat an

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 13:25 Uhr

Oliver Schmit-Gutzat, Jurist und Mitarbeiter im Ordnungsamt der Stadt Eutin, hat sein Urlaubsziel kurzfristig verändert: Mit seinem elfjährigen Sohn geht er in Dithmarschen auf Fahrradtour. „Eine Radtour wollten wir auf jeden Fall machen, da bot es sich jetzt an, Dithmarschen besser kennenzulernen,“ sagte er dem OHA. Der naheliegende Grund: Der 48-Jährige ist Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der Kreisstadt Heide. Er wurde von der Heider SPD nominiert und ist damit Herausforderer des amtierenden Chefs der Verwaltung, dem CDU-Mitglied Ulf Stecher.

„Ich würde gerne Bürgermeister werden“, räumt Schmidt-Gutzat freimütig auf die Frage ein, warum er das schöne Eutin verlassen wolle. Und in Heide biete sich die Chance und eine reizvolle Aufgabe.

Die Veröffentlichung der Kandidatur in Heide erfolgte zu einem frühen Zeitpunkt: Es ist noch nicht einmal der Termin der Bürgermeisterwahl festgelegt. „Die Amtszeit des Bürgermeisters endet am 30. Novembver 2018“, schildert Schmidt-Gutzat, „es wird wohl überlegt, die Bürgermeisterwahl gemeinsam mit der Kommunalwahl im Mai auszurichten.“

Die frühe Eröffnung des Wahlkampfes durch die Heider SPD war dem Entschluss der Sozialdemokraten geschuldet, eine Wiederwahl des amtierenden Bürgermeisters nicht tatenlos hinzunehmen. Und die Bekanntgabe, mit dem Bewerber Schmidt-Gutzat aus Eutin einen eigenen Kandidaten aufzustellen, gab den Anstoß für Ulf Stecher, seine Bereitschaft zu einer erneuten Kandidatur zu sagen. Stecher ist seit 2002 Bürgermeister in Heide, im vergangenen Jahr hatte sich der 50-jährige als Direktkandidat der CDU für den Bundestagswahlkreis Nordfriesland beworben und war der CDU-Kreisvorsitzenden von Nordfriesland, Astrid Damerow, unterlegen.

Nachdem Schmidt-Gutzeit und Stecher ihren Hut in den Ring geworfen hatten, meldete sich auch ein dritter Bewerber: Thomas Vogt (54), ein parteiloser Kandidat.

Schmidt-Gutzeit sagt: „Wenn ich nicht die Chance sähe, zu gewinnen, würde ich nicht kandieren.“ Er sei zwar offizieller Kandidat der SPD, wolle im Wahlkampf aber deutlich machen, dass er kein reiner Parteikandidat sei.

Zwei Bürgermeisterwahlen habe er in jüngster Zeit eng miterlebt: Eutin, wo
die SPD-Kandidatin Regina Poersch unterlag. Und Plön, wo der SPD-Kandidat Lars Winter gewann. Nicht nur in den Reaktionen in sozialen Netzwerken hat Schmidt-Gutzat registriert, dass in Dithmarschen durchaus ein Thema ist, wo ein Kandidat herkommt. Es gibt aber auch Beispiele, dass „Zugezogene“ Karriere machen können. Landrat Jörn Klimant zum Beispiel ist in Kiel geboren, und es ist kein Geheimnis, dass er – obwohl ohne Parteibuch – der SPD nahe stand.

Oliver Schmidt-Gutzat wurde 1969 in Preetz geboren, machte dort 1988 Abitur, studierte nach dem Zivildienst Jura in Hamburg und Straßburg. Nach dem zweiten Staatsexamen, dem auch ein Aufbaustudiengang Europäische Integration am Europa-Institut der Universität des Saarlandes vorausging, war er von 2000 an zehn Jahre bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und für den OSZE-Hochkommissar für Nationale Minderheiten auf dem Balkan tätig. Von 2012 bis 2015 war er bei der Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan unter anderem als Leiter der Abteilung Strategische Planung, Analyse und Berichterstattung und als Chef des Stabes. Seit 2016 ist er im Ordnungsamt der Stadt Eutin tätig. Im SPD-Ortsverein Eutin ist er stellvertretender Vorsitzender, außerdem gehört er dem Beirat des SPD-Kreisvorstandes an. Als seine liebsten Freizeitbeschäftigungen listet Schmidt.Gutzat Familie, Musik, Lesen, Garten, Sport (Laufen und Fußball) auf.

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