Geschichtlicher Vortrag : Eutiner Jahre radikaler Pietisten

Porträtstich Johanna Eleonora Petersen.  Foto: Landesbibliothek
Porträtstich Johanna Eleonora Petersen. Foto: Landesbibliothek

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13. April 2013, 08:18 Uhr

Eutin | Über die Eutiner Jahre 1680 bis 1688 von Johanna Eleonora und Johann Wilhelm Petersen referiert Prof. Dr. Ruth Albrecht am Mittwoch, 17. April, ab 19.30 Uhr im Seminarraum der Landesbibliothek. Die Referentin ist Professorin für Evangelische Theologie an der Universität Hamburg.

Johanna Eleonora und Johann Wilhem Petersen gelten bis heute als Inbegriff radikaler Pietisten, die in der Kirche und Theologie ihrer Zeit große Unruhe hervorriefen. Petersen war seit 1678 Superintendent in Eutin, 1680 heiratete er die Adelige Johanna Eleonora von Merlau. Beide waren zu dieser Zeit in kirchlichen Kreisen keine Unbekannten mehr. Sie neigten dem radikalen Pietismus zu, einer innerkirchlichen Reformbewegung, die von der Mehrzahl der Lutheraner abgelehnt wurde. Die Jahre in Eutin waren noch eine relativ ruhige Phase. Erst von Lüneburg aus, wohin sie 1688 übersiedelten, radikalisierten sie ihr Denken und propagierten die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Jesu und die Erwartung seines tausendjährigen Reiches. Beide verfassten zahlreiche theologische Werke. 1692 wurde Johann Wilhelm Petersen wegen theologischer Differenzen mit der protestantischen Kirche seiner Ämter enthoben.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.

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