Eutiner Grüne appellieren an SPD: Beschlüsse umsetzen

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09. Februar 2018, 13:13 Uhr

Als „einen neuen Tiefpunkt des politischen Umgangs miteinander“ empfinden die Eutiner Grünen das Abstimmungsverhalten der SPD im jüngsten Bauausschuss: Allein mit der Begründung, dass dem eigenen Antrag zur Prüfung eines Neubaus der Wilhelm-Wisser-Schule nicht stattgegeben worden sei, hätten die SPD-Vertreter einer schnellen Lösung für die Schule am Kleinen See eine Absage erteilt. „Hier werden von der SPD persönliche Befindlichkeiten auf dem Rücken unserer Grundschulkinder ausgetragen, und das
auf Sandkastenniveau,“ schimpfen Christiane Balzer, Vorsitzende des Schulausschusses, und Monika Obieray, Mitglied des Bauausschusses, in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Der bauliche Zustand der Wilhelm-Wisser-Schule sei in Ordnung und nicht annähernd so marode wie die abgängige Schule am Kleinen See. Daraus begründeten sich die mehrheitlich gefassten Beschlüsse zum Neubau am Kleinen See und der Erweiterung der Wilhelm-Wisser-Schule. Für beide Schulen seien zeitnah räumliche Verbesserungen dringend notwendig. Statt diese Erforderlichkeit anzuerkennen, sorge die SPD jedoch mit ihrer neu zugefallenen Macht für weiteren Stillstand in der Entwicklung der Eutiner Schulen. Die Grünen seien überzeugt, dass mit der Weiterentwicklung des Standortes Berg und dem bereits beschlossenen Raumprogramm für die Wisser-Schule eine moderne Gemeinschaftsschule entstehen werde. Nach mehrjährigen Beratungen sei die Umsetzung mehr als überfällig, damit für die betroffenen Lehrkräfte, Eltern und Schüler endlich Verbesserungen erreicht werden.

Gleichzeitig lasse der Zustand der Schule am Kleinen See keine Zeit für politisches Klein-Klein und private Eitelkeiten. „Wer hier auf Blockadehaltung setzt, schädigt nicht in erster Linie den politischen Gegner, sondern die betroffenen Schulen und damit den Schulstandort Eutin. Wir möchten an die SPD appellieren: Die Eutiner interessieren sich weniger für Parteipolitik als vielmehr für echte Verbesserungen in ihrer Stadt. Diese sind nur erreichbar, wenn demokratisch gefasste Beschlüsse auch umgesetzt werden. Was sich in den kommunalen Ausschüssen und der Stadtvertretung derzeit abspielt, wird von der breiten Mehrheit nur noch mit Kopfschütteln quittiert und das zu recht. Dazu trägt die SPD durch ihr Verhalten in erheblichem Maße bei.“





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