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Eutiner Gastronom Wolfgang „Wolly“ Willhöft ist tot

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 11:09 Uhr

Wolfgang Willhöft, besser bekannt als „Wolly“ ist vergangenen Freitag im Alter von 63 Jahren verstorben. Seitdem gibt es unzählige Rest-in-peace-Kommentare und Beileidsbekundungen im sozialen Netzwerk. Einen Nachruf der besonderen Art hat Carlo Singh, langjähriger Freund Wollys, verfasst:

„‚Wolly‘ – eine lebende Legende und ein grandioser Zeitgenosse. Ein Mensch, ein Typ, ein Kumpel. Das ist für viele der Inbegriff den man mit ‚Wolly‘ verbindet. Kaum jemand kannte die Eutiner Szene so gut wie er. Nachdem er in Plön gelebt und die Schule dort besucht hatte, trieb es ihn nach Eutin, wo er in den 70er Jahren ‚Wollys‘ Imbiss in der Albert-Mahlstedt-Straße führte. Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 1979, als ich ihn das erste mal traf, meine erste Currywurst aß und wir uns befreundet haben.

Mitte der 90er hat er die ‚Köpi Stuben‘ im Bahnhof eröffnet und wurde damit eine gute Adresse für sein Stammpublikum und fremde Gäste. Eine lokale Berühmtheit wurde er zuletzt auch durch ‚Wollys Kiosk‘ in der Riemannstraße, welcher vom RTL-Team besucht wurde. Der Beitrag ist heute noch im Netz zu finden. Eine Eutiner Ikone, die es Verstand aus dem Nichts eine Goldgrube zu machen. Kein Wunder, dass er noch vor kurzem den Kultimbiss ‚Arno Weiß‘ übernommen hatte und erfolgreich weiterführte. Bei all seiner Umtriebigkeit ist er aber immer ein herzlicher Mensch geblieben, der mit Charme und Witz nicht nur seine Gäste unterhielt. ‚Wollys Löschzug‘ war der Partywagen schlechthin – ein zur mobiler Bar umgebauter Feierwagen. Er hat die Feuerwehr in Eutin unterstützt und war auch dort sehr beliebt. Ja, so einmalig seine Ideen waren, so einmalig war auch sein Ruf. Wollys letzte Reise war durch Krankheit geprägt. Und nun ist er von uns gegangen. ‚Wollys letzter Zug‘ hat die Haltestelle ‚Wollys Paradies‘ erreicht. Die Erlösung hat ihn jetzt einmal mehr zurückgebracht in unsere Herzen und unsere Gedanken. Und wer weiß, vielleicht treffen wir ihn eines Tages wieder in ‚Wollys Wolkenbar‘, von der er uns zulächelt und sagt: ‚Es war schön mit euch.‘ Behalten wir Wolly in Erinnerung als das, was er war: Eine Eutiner Legende und ein Kultgastronom. Auf Wolly! Ruhe in Frieden, dein Carlo.“

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