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Neue Gesellschafter : Eutiner Festspiele stellen sich neu auf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutiner Wirtschaftsvereinigung habe die Festspiele vor dem Verfall gerettet, heißt es. Der Verkauf soll die Zukunft sichern.

Eutin | Die Zeichen für die Eutiner Festspiele GmbH stehen auf Veränderung. Die Cautus GmbH, die 2012 bereits die Opernscheune gekauft und zum damaligen Zeitpunkt die Zukunft der Festspiele gesichert hatte, hat der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) angeboten, ihr die Mehrheit der Anteile abzukaufen.

„Wir wollen die Festspiele in eine glückliche Zukunft führen – auch über das Jahr 2016 hinaus. Und das scheint in der momentanen Situation schwierig zu sein“, sagte Mirko Stemmler, Geschäftsführer der Cautus GmbH, auf Nachfrage, ohne sich zu Details äußern zu wollen. Ihm liege es am Herzen, sich für die Festspiele zu engagieren. Außerdem stecke auch der wirtschaftliche Gedanke dahinter, die Opernscheune aufrechtzuerhalten.

Für die WVE und den Festspiele-Beirat, die allesamt zu den Einzelheiten schwiegen, sei das der richtige Schritt in eine sichere Zukunft. „Wir übergeben das Unternehmen an einen neuen Gesellschafter und stellen so die Festspiele auf stabile Füße. Die Gründungsphase ist damit erfolgreich abgeschlossen“, sagte Beiratsvorsitzender Hans-Wilhelm Hagen. Es sei in den vergangenen fünf Jahren viel Herzblut hineingesteckt worden. „Wir haben es geschafft, die Festspiele zu retten. Es kann uns jetzt nichts Besseres passieren, als dass sich andere mit Kapital finden, die ebenso viel Herzblut in die Festspiele stecken wollen. So können wir uns als WVE wieder auf unser eigentliches Kerngeschäft konzentrieren“, sagte WVE-Vorsitzender Klaus Hoth.

Das letzte Wort haben die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung, die über die neuen Pläne am 24. November bei einer außerordentlichen Sitzung informiert werden und abstimmen sollen. Es liege ein Angebot auf dem Tisch. Wer neben dem Mehrheitsgesellschafter Cautus GmbH die restlichen Anteile tragen wird, darüber werde noch hinter geschlossenen Türen verhandelt.

Nach Informationen des Ostholsteiner Anzeigers sollen Dr. Joachim Scheele und Arend Knoop als Gesellschafter mit im Boot sein. Beide sind bisher Beiratsmitglieder, Knoop auch Technischer Direktor bei den Festspielen. „Die WVE hat die Festspiele vor dem Verfall gerettet“, betonte Knoop. Aber nun sei es Zeit für neue Strukturen, damit die Festspiele wieder zu einer „vernünftigen Gemeinschaft“ würden.

WVE und Beirat signalisierten, dass die Unterstützung aus der Eutiner Wirtschaft nicht aufhören, sondern nur in anderen Formen stattfinden werde. Festspiele-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert sagte zum aktuellen Verhandlungsstand nur: „Ich bin guter Dinge.“

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erstellt am 05.Nov.2015 | 14:47 Uhr

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