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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 22:48 Uhr

Eutiner Festspiele festigen Finanzbasis

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eigenkapital der GmbH wird aufgestockt / Verhandlungen mit Zuschussgebern

Die Neuen Eutiner Festspiele erhalten aus privater Hand zusätzliche Finanzmittel: Durch Mitglieder des Beirates soll das Eigenkapital der GmbH, die bislang allein von der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) getragen wird, auf 70  000 Euro verdoppelt werden. „Das ist ein wichtiges Signal für die Stabilität der Festspiele“, betonte gestern der Beiratsvertreter Hans-Wilhelm Hagen.

Die WVE hatte im Februar 2011 die GmbH neu gegründet, um die Tradition von Opernaufführungen im Eutiner Schlossgarten nicht abreißen zu lassen. Die Verantwortlichen aus Eutiner Unternehmen sehen nach vier Spielzeiten die Festspiele wieder gut etabliert. Darauf soll nun aufgebaut werden – und dafür wird mehr Geld gebraucht.

Erster Schritt: die Aufstockung des Eigenkapitals durch neue Gesellschafter, die bislang schon als Beiratsmitglieder durch Nachrangigkeitsdarlehen der Festspiele GmbH bei Bedarf unter die Arme gegriffen haben. Entsprechende Beschlüsse dazu sind in der Jahresversammlung der WVE geplant.

Zweiter Schritt: Die Festspiele bemühen sich in Nah und Fern um weitere Sponsoren, Mäzene und Spenden. Nach Hagens Angaben flossen zuletzt insgesamt 110  000 Euro aufs Spendenkonto. Das trug mit dazu bei, die Jahresbilanz 2014 glatt zu ziehen. Zwar seien keine Rücklagen gebildet worden, aber seitens der Eigentümer sei man dennoch zufrieden, sagte Hagen und lobte ausdrücklich Intendantin Dominique Caron für ihre Budgetdisziplin.

Dritter Schritt: Die Festspiele streben weiterhin höhere Zuschüsse von Stadt, Kreis und Land an. Die öffentliche Förderung von bisher insgesamt 180  000 Euro soll 2016 möglichst auf 300  000 Euro steigen. Festspiele-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert begründete dies auch
mit dem erhöhtem Aufwand für organisatorische Veränderungen durch die Landesgartenschau; die Gespräche mit den Zuschussgebern würden in konstruktiver Atmosphäre geführt.

Gut 80 Prozent ihrer Ausgaben müssen die Festspiele aus dem Kartenverkauf decken; für die 65. Spielzeit mit „Aida“ und „Vogelhändler“ sind laut Kuhnert knapp 40 Prozent der Tickets bereits gebucht. Der Etat für 2015 umfasst 1,56 Millionen Euro. Seite 3

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erstellt am 30.Mär.2015 | 12:10 Uhr

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