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Zwangsversteigerung : Eutiner Fasaneninsel soll zugänglich werden

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Wiege der Stadt Eutin ist heute Morgen versteigert worden: Bei 485 000 Euro erhielt der Griebeler Gestütsbesitzer Karl-Heinz Schulenburg den Zuschlag. Eine gute Nachricht: Er möchte, dass die Fasaneninsel bei der Landesgartenschau eingebunden wird.

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erstellt am 14.Apr.2014 | 11:44 Uhr

Eutin Die Fasaneninsel im Großen Eutiner See wechselt den Eigentümer: In einer Zwangsversteigerung hat  gestern der bekannte Trakehner-Züchter Karl-Heinz Schulenburg (Foto) aus Griebel den Zuschlag bekommen. Am Ende eines munteren Bieter-Gefechtes siegte der 88-Jährige mit einem Gebot von  485000 Euro.

Den Journalisten verriet Schulenburg, dass er die zwei Hektar große Insel in das Vermögen einer Stiftung geben und der Öffentlichkeit zugänglich machen wolle. Bis zur Landesgartenschau 2016 soll in Zusammenarbeit mit der Stadt geregelt werden, wie die Insel  in das Programm der Veranstaltung eingebunden werden kann. „Wir sind derzeit für alle Lösungen offen“, sagte Schulenburg auf die Frage, ob er sich auch eine Gastronomie auf der Insel vorstellen könne.

Selten dürfte die Versteigerung einer Immobilie im Eutiner Amtsgericht so großes Interesse geweckt haben: Etwas mehr als 100 Menschen drängten sich im größten Sitzungssaal, in dem Rechtspflegerin Marianne Schnepel die Versteigerung routiniert und souverän leitete.

Der Verkehrswert des Eilandes, dessen Versteigerung eine Direktbank betrieben hatte, war auf 302000 Euro taxiert. Insgesamt neun Bieter  bekundeten Interesse an dem Kauf  und gaben Gebote ab, die bei 250000 Euro starteten. Von 400000 an reduzierte sich  der Kreis der Bieter auf vier, bei 445000 wurde die Versteigerung  zum Duell zwischen Schulenburg und einer Bietergemeinschaft, bevor der Griebeler den Zuschlag erhielt. Vor Eröffnung der Bietstunde war ausführlich erörtert worden, welche Probleme mit dem  Kauf der Insel verbunden sein könnten. Sie ist Teil des unter Denkmalschutz stehenden Schlossgartens und liegt baurechtlich im Außenbereich. Das macht Änderungen an dem stark sanierungsbedürftigen Baubestand kompliziert.

Der neue Käufer will auf der Fasaneninsel nicht wohnen: Die Insel werde zu insgesamt 60 Hektar Land gehören, das  er in Form einer Stiftung dem Naturschutz zur Verfügung stellen wolle. Und bei der Fasaneninsel sei eine öffentliche Nutzung gewollt.  Schließlich sei das Eiland für die Stadt von unermesslich historischem Wert und genau so wichtig wie der Oldenburger Wall für die Stadt Oldenburg, betonte Schulenburg.Achim Krauskopf

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