Eutiner Befreiungsschlag

Unter den wachsamen Blicken von Einwechselspieler Lion Glosch, Trainer Lars Callsen, Co-Trainer Tim Brunner und VfB-Geschäftsführer Florian Möller (von links) gibt Rasmus Tobinski seinem Gegenspieler Alper Karim Gürsoy das Nachsehen.
Unter den wachsamen Blicken von Einwechselspieler Lion Glosch, Trainer Lars Callsen, Co-Trainer Tim Brunner und VfB-Geschäftsführer Florian Möller (von links) gibt Rasmus Tobinski seinem Gegenspieler Alper Karim Gürsoy das Nachsehen.

Fußball-Oberliga: Eutin 08 setzt sich bei der U23 des VfB Lübeck klar mit 4:0(2:0) Toren durch

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14. Oktober 2018, 22:44 Uhr

Die Stärken der U23-Fußballer des VfB Lübeck lagen beim 0:4(0:2) in der Oberliga Schleswig-Holstein gegen Eutin 08 eindeutig in der Offensive. So hatten die Gäste Glück, als Alessandro Gottschalk eine Flanke von Veysel Kara direkt nahm und übers Tor schoss (5.). Danach entwickelte sich eine Partie, in der beide Mannschaften gute Chancen hatten. Mit den Treffern von Rasmus Tobinski (26.) und Thies Borchardt (42.) legten die Eutiner den Grundstein für den klaren Erfolg, gegen zunehmend frustrierte Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit zeitweise vollkommen auseinanderfielen.

Auch in seinem zweiten Spiel nach der sechsmonatigen Verletzungspause war Torwart Lennart Weidner der Stabilisator der Eutiner Abwehr. Mit seiner Ruhe stärkte er seiner Hintermannschaft den Rücken. Zudem bewies er bei einem Schuss von Furkan Kalfa, den er aus dem rechten unteren Eck fischte, dass er auch ausf der Linie in der Oberliga ein Ausnahmetorwart ist (28.).

Die Eutiner gingen nach einem präzise vorgetragenen Angriff in Führung, Christian Rave setzte sich auf dem linken Flügel durch, passte aus vollem Lauf flach in die Mitte, dort sprintete Tobinski in den freien Raum und war schneller als VfB-Torwart Jonas Neumeister, der keine Abwehrchance hatte. Auf der Gegenseite verfehlte Ugur Dagli das Gästetor nur knapp (30.). Sebastian Witt vergab die Riesenmöglichkeit zum 2:0, als er allein auf Neumeister zulief, der aber lange stehen blieb und dann den Ball reaktionsschnell abwehrte (41.). Borchardt sorgte unmittelbar danach mit einem Kopfball nach Vorarbeit von Witt für das 2:0 (42.). Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es aufregend, die Lübecker protestierten nach einem Zweikampf von Rave im Eutiner 16-Meter-Raum mit Hendrik Bombek vergeblich. Rave erwischte Bombek am Kopf, die Lübecker reklamierten „gefährliches Spiel“ und forderten Elfmeter, Schiedsrichter Malte Göttsch ließ weiterspielen (44.).

VfB-Trainer Serkan Rinal war nach dem Spiel enttäuscht. „Wir hatten uns sehr, sehr viel vorgenommen. Nach der intensiven Trainingswoche hatte ich mit einem anderen Ergebnis gerechnet. Aber so ist Fußball.“ Letztlich sei die klare Niederlage auch darauf zurückzuführen, dass seine Mannschaft sehr jung und unerfahren sei: „Es gab für uns heute viel zu lernen.“

Borchardt mit seinem zweiten Kopfballtor, dieses Mal nach einer Hereingabe von Florian Härter (59.) und Tobinski nach Vorarbeit von Kevin Ferchen (69.) machten den Sack endgültig zu. Später traf Rave nach einem schnellen Vorstoß über links noch den Pfosten (77.).

Der Eutiner Cheftrainer Lars Callsen sagte: „Wir haben uns auf das Spiel hervorragend vorbereitet und auch so trainiert.“ Er betonte die Zusammenarbeit des Trainerteams, für das Benjamin Szodruch am Wochenende zur Spielbeobachtung im Einsatz war: „Es ist wichtig für die Mannschaft, dass wir wissen, was auf uns zukommt und dass wir einen Matchplan haben.“ In der erten Halbzeit habe der VfB ein hohes Tempo angeschlagen: „Da mussten wir uns erst finden.“

Mit dem zweiten Sieg in Folge können Callsen, Szodruch und Tim Brunner die nächsten Aufgaben beruhigt angehen. Die von außen herangetragenen Trainerdiskussionen sollten – zumindest vorerst – verstummen.

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