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Grosser Zapfenstreich : Eutiner Aufklärer bilden Ehrenformation in Münster

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner Soldaten waren an einem Großen Zapfenstreich des Deutsch-Niederländischen Korps’ am Schloss in Münster beteiligt.

Mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Schloss in Münster verabschiedete das Deutsch-Niederländische Korps am Mittwochabend seinen Kommandeur, Generalleutnant Ton van Loon, in den Ruhestand. Mit Oberstleutnant Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck an der Spitze nahm eine Abordnung des Eutiner Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ an diesem Ereignis teil – und erlebte einen Einsatz als Herausforderung der besonderen Art.

Die Eutiner hatten die Aufgabe, sich als Ehrenformation mit Fackel und im großem Dienstanzug zu präsentierten. Begleitet von einem Hauch an Nervosität und gespickt mit Stolz, erfüllten die Aufklärer ihre Aufgabe tadellos.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Schlosses gab der Kommandeur Prinz zu Waldeck pünktlich um 21 Uhr den Befehl: „Großer Zapfenstreich – Marsch!“ Der Wechsel an der Spitze des Hauptquartieres in Münster wurde durch den Inspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, und seinem niederländischen Kollegen, Tom Middendorp, begleitet. Nachfolger von van Loon wurde der deutsche Generalleutnant Volker Halbauer, er war vorher Kommandeur der Internationalen Truppen im Kosovo.

Der scheidende General van Loon reagierte in seinen Abschiedsworten auch auf eine Demonstration gegen den Großen Zapfenstreich, die vor dem Schloss stattfand. Deutschland könne stolz sein auf seine Frauen und Männer, die gemeinsam mit Soldaten vieler Länder in Afghanistan und bei anderen Einsätzen Hervorragendes geleistet hätten, betonte van Loon. Mit Blick auf die Demonstranten sagte er: „Dagegen sein ist leicht, etwas zustande bringen hingegen viel schwieriger.“

Zu dieser Demonstration hatte der Allgemeine Studentenausschuss Münster aufgerufen mit dem Argument, der Große Zapfenstreich knüpfe an die Tradition der Aufmärsche von Nationalsozialisten vor dem Schloss von Münster an. Anfangs war es Demonstranten gelungen, den Zapfenstreich durch Trommeln und Pfeifen lautstark zu stören, bis Polizeikräfte die Instrumente beschlagnahmten. Zum Schutz des Zapfenstreiches waren über 400 Feldjäger und mehr als 250 Polizeibeamte eingesetzt.

 

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erstellt am 27.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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