Lawrence / Eutin : Eutiner auf den Spuren Dwight Eisenhowers

flinthills

Seit 30 Jahren treffen sich Menschen aus dem amerikanischen Lawrence und Eutin und pflegen den kulturellen Austausch.

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07. Oktober 2019, 17:56 Uhr

Lawrence/Eutin | Der große Tag der offiziellen Jubiläumsfeier von 30 Jahren Städtepartnerschaft rückt näher. Doch schon vor diesem Abend erlebt die Eutiner Delegation ein imposantes Programm. So führten die „Freunde von Eutin“ um Ken Albrecht ihre Gäste ins zwei Stunden entfernte Abilene. Im Dwight Eisenhower Center erhielten die zwölf Ostholsteiner einen kompakten Einblick in das Leben des früheren US-Präsidenten, der acht Jahre in Washington regierte und sich für gleiche Rechte aller Amerikaner einsetzte, gleichzeitig die Politische Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg wesentlich mitgestaltete.

Einen genauen Blick auf das besondere Präriegras werfen Daina Carlin und Patsy Moody sowie Annegret Klein und Torben Mothes.
Achim Krauskopf
Einen genauen Blick auf das besondere Präriegras werfen Daina Carlin und Patsy Moody sowie Annegret Klein und Torben Mothes.
 

Eisenhower wuchs in Abilene auf, machte bei der Armee Karriere und wurde Oberbefehlshaber der Allierten Streitkräfte in Europa, er verließ die Armee als Fünf-Sterne-General und wurde nach einem Ausflug ins Bildungswesen der erste Mann im Staat. Nicht nur ein frisch modernisiertes Museum und die wissenschaftlich geführte Bibliothek für Jedermann erinnern an Dwight D. Eisenhower und seine Frau Mamie, sondern auch das Wohnhaus, in dem „Ike“ mit seinen fünf Brüdern aufwuchs, außerdem die letzte Ruhestätte der Familie.

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk war gestern in Kansas schwer beeindruckt von der umfangreichen Aussstellung und den Erklärungen zu den Flint Hills.
Juliane Kahlke
Eutins Bürgermeister Carsten Behnk war gestern in Kansas schwer beeindruckt von der umfangreichen Aussstellung und den Erklärungen zu den Flint Hills.
 

Der Weg dorthin führte die Eutiner durch die Flint Hills, eine grüne, hügelige Prärie-Landschaft im Osten des US-amerikanischen Bundesstaats Kansas. Wild lebende Büffel sucht man vergebens, aber das ein oder andere Bison ist vom Highway aus zu sehen. Im „Flint Hill Discovery Center“ erfuhr die Gruppe um Bürgervorsteher Dieter Holst, Bürgermeister Carsten Behnk und Stephan Klein, Vorsitzender der Freunde von Lawrence, warum das Gras der Prärie jedes Jahr abgebrannt wird.

Bürgervorsteher Dieter Holst bewundert in Kansas indianische Kunst.
oha

Bürgervorsteher Dieter Holst bewundert in Kansas indianische Kunst.

 

Was in Europa bei vielen Menschen Protest auslösen würde, ist für den Erhalt des Steppengrüns ohne Baumbestand eine seit Jahrhunderten gepflegte Methode, die schon die Ureinwohner anwendeten, da die Gräser so mehr Nährstoffe erhalten, die Bäume sich aber nicht vermehren. Die Indianer lockten durch das nach dem Feuer wachsende Gras Bisonherden an. Hinzu kommt, dass das Gras auf Steinen wächst, die Nährstoffkruste deshalb rar ist und es mit seinen Wurzeln einen langen Weg nehmen muss, bevor es das Grundwasser erreicht.

Das bescheidene Farmhaus, in dem Dwight D. Eisenhower mit seinen Eltern und fünf Brüdern aufwuchs, als Kulisse für die Eutiner Delegation in Kansas.
oha
Das bescheidene Farmhaus, in dem Dwight D. Eisenhower mit seinen Eltern und fünf Brüdern aufwuchs, als Kulisse für die Eutiner Delegation in Kansas.
 

Seit 30 Jahren treffen sich Menschen aus dem amerikanischen Lawrence und dem deutschen Eutin und pflegen den kulturellen Austausch. Lawrence ist eine 90.000-Einwohner-Stadt im Mittleren Westen, deren Entwicklung in die Moderne mit der Eisenbahn Fahrt aufnahm und heute nicht mehr nur durch Landwirtschaft geprägt ist. Mehrere Universitäten und Industrie bieten den Menschen Auskommen.

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