Eutin zahlt Millionen für schnelles Internet

Mit einem Kredit über 8,5 Millionen Euro wird Eigenkapital der Stadtwerke erhöht

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28. Januar 2015, 12:27 Uhr

Das Eigenkapital der Stadtwerke Eutin GmbH soll in diesem Jahr mit insgesamt 8,5 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden. Mit dieser millionenschweren Finanzspritze will die Stadt Eutin ihr Unternehmen bei geplanten Investitionen in die Breitbandversorgung und in alternative Energieprojekte unterstützen.

Die 8,5 Millionen Euro hat die Stadt – natürlich – nicht auf der hohen Kante. Sie will sich das Geld auf dem Kreditweg besorgen und erwartet zur Refinanzierung jährlich entsprechend fest vereinbarte Rückflüsse von den Stadtwerken. Im Grundsatz haben alle Fraktionen in der Stadtvertretung diesen Plan bereits einmütig abgesegnet – nicht zuletzt aufgrund der historisch günstigen Zinskonditionen, die für Kommunen derzeit noch mit langfristiger Bindung möglich sind. Endgültig entscheiden die Stadtvertreter Ende Februar über die Transaktion, die den Stadtwerken zu einer gut tragbaren Finanzierung ihrer Projekte verhelfen soll.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz begründete das Vorhaben mit der Notwendigkeit, den Standort Eutin auch durch schnelle Internet-Verbindungen zu stärken. „Wir müssen diesen Schritt machen, der Druck ist groß“, verwies er auf wachsende Ansprüche von Firmen und Bürgern beim elektronischen Datenverkehr.

Schulz verteidigte den einmütigen Beschluss der Stadtvertretung, den Stadtwerken als zusätzliche Geschäftsaufgabe die Breitbandversorgung zu übertragen. Damit verabschiede sich die Kreisstadt keinesfalls aus der kommunalen Solidaritätsgemeinschaft in Ostholstein, in der jetzt über eine Breitband-Lösung in Form eines Zweckverbandes nachgedacht werde. „Wir haben das Thema intern schon vor drei Jahren angepackt und sorgfältig ausgelotet, wie der Bedarf in Eutin gedeckt werden kann. Da sind wir einfach ein Stück weiter“, sagte Schulz.

Wie berichtet, lässt die Stadtwerke GmbH bereits ein Glasfaserkabel zwischen einer internationalen Verbindungsstrecke nahe Süsel an der A  1 und Eutin verlegen. Erste Anschlussmöglichkeiten ans superschnelle Datennetz sollen im Gewerbegebiet und im Neubaugebiet Hainteich geschaffen werden. Die Gemeinde Süsel hat 400  000 Euro für einen Anschluss bereit gestellt.

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