Eutin will Kirsten Bruhn ehren

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11. September 2014, 18:10 Uhr

„Kirsten Bruhn stammt aus Eutin und ist ein gutes Beispiel, wie Menschen mit Handicaps buchstäblich ins Leben zurückschwimmen können.“ So begründete gestern SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal seinen im Rathaus erfolgreichen Vorstoß für die
neue Namensgebung der Schwimmhalle.

Kirsten Bruhn wurde 1969 in Eutin geboren, ihr Vater war hier langjährig als Polizeibeamter tätig. 1991 erlitt sie bei einem Motorradunfall eine Querschnittslähmung, ist seitdem auf einen Rollstuhl angewiesen. 2002 startete Bruhn, die heute in Berlin lebt und vielfältig in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, ihre gerade beendete Sportkarriere mit zahlreichen Titeln und Rekorden bei internationalen und deutschen Meisterschaften. Viermal wurde sie Sportlerin des Jahres in Schleswig-Holstein.

„Frau Bruhn hat als Schwimmerin alles erreicht und ist eine international
geachtete Persönlichkeit. Wenn jemand es verdient hat, einer Sportstätte ihren Namen zu geben, dann sie“, zeigte sich gestern Marc Mißling, Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin, vollkommen einverstanden mit dem Beschluss der Stadtvertreter. Er kündigte an, in Absprache mit den Gremien und mit Kirsten Bruhn „einen würdigen Rahmen für die Umbenennung unserer Schwimmhalle“ zu schaffen.

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