Eutin und Oldenburg bei "Elektro" vereint

Dem neuen Vorstand um Ulrich Mietschke und Rainer Steinbock (vorne, 1. und 2. von rechts) wünschte auch Landrat Reinhard Sager (ganz links) eine gute Zusammenarbeit. Fotos: doa
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Dem neuen Vorstand um Ulrich Mietschke und Rainer Steinbock (vorne, 1. und 2. von rechts) wünschte auch Landrat Reinhard Sager (ganz links) eine gute Zusammenarbeit. Fotos: doa

Zeitgemäß und leistungsstark - so wollen die Innungen Eutin und Oldenburg in Zukunft auftreten. Obwohl es sie bald formal nicht mehr gibt: Am Dienstagabend wurde die Verschmelzung zur "Elektro-Innung Ostholstein" offiziell.

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29. Oktober 2009, 10:53 Uhr

Lensahn/ | Die Innungen zählen zu den traditionsreichsten Wirtschaftszusammenschlüssen. Die Fusion der beiden Elektro-Innungen Eutin und Ostholstein ist die Antwort auf "wirtschaftliche und technische Herausforderungen".

Die Interessen von 83 Mitgliederbetrieben von Bad Schwartau bis Fehmarn wird der neue Zusammenschluss ab dem 1. Januar 2010 vertreten.

26 Stimmberechtigte und viele Gäste hatten sich in Lensahn zur Gründung versammelt. Zum neuen Elektro-Obermeister Ostholsteins wurde mit 24 von 26 Stimmen Ulrich Mietschke gewählt, seit 1993 Obermeister der Elektro-Innung Oldenburg. Sein Stellvertreter wurde Rainer Steinbock aus Bad Malente-Gremsmühlen.

Olaf Schmidt, seit 1996 Obermeister Elektro-Innung Eutin, wurde von Mietschke zum Ehrenobermeister der neuen Innung ernannt. Seine alte, schwarze Handwerker-Krawatte habe er bewusst gewählt, hatte Schmidt im Vorfeld erklärt: "Der Schritt fällt mir schwer, obwohl ich ihn selbst mit angeleiert habe", sagte der 61-Jährige.

Denn es verschmelzen zwei Zusammenschlüsse mit langer Tradition: Die Eutiner Innung feiert in diesem Jahr 77-jähriges Bestehen, die Oldenburger Elektro-Innung wäre im kommenden Jahr 75 Jahre alt geworden. Doch Schmidt betonte auch die Vorteile der Fusion: "Eine ganz andere Schlagkraft, Manpower und Potenzial" habe die neue Innung zu bieten, außerdem die Möglichkeit, zwischen zwei Berufsschulorten zu wählen.

Die beiden Schulen in Eutin und Oldenburg seien weiterhin unverzichtbar, bestätigte Landrat Reinhard Sager. Gerade im ländlichen Raum müssten die Fahrwege überschaubar bleiben und mittelständischen Betrieben Anreize geboten werden, Lehrlinge einzustellen. "Im Elektrohandwerk wird tatkräftig ausgebildet", lobte Sager. Die Fusion bezeichnete er als modern und ermunterte die neue Innung, sich einzubringen: "Fordern Sie von der Politik das, was nur recht und billig ist."

Wiederholt im Zentrum der Aufmerksamkeit fand sich Klaus Friedrichsen, Obermeister der Plöner Elektro-Innung, der die Gründung als Gast verfolgte. "Auch wenn ihr euch noch nicht entschlossen habt, zu unterschreiben, marschiert ihr in Gedanken mit", sagte zum Beispiel Olaf Schmidt, auch der Landrat warf einen "gespannten Blick nach Plön".

Doch schon jetzt sei die neue Elekto-Innung Ostholstein "eine verantwortungsvolle Aufgabe", sagte Obermeister Mietschke. Ihn und Steinbock unterstützen im Vorstand als Kassenführer Smari Schütze-Jakobsson (Stockelsdorf), als Schriftführer Jörg Guttau (Neustadt), als Lehrlingswart Egon Blanke (Stockelsdorf), Fachgruppenleiter wurde Günter Rösler (Stockelsdorf), zu Beisitzern wurden Uwe Schiebold (Lensahn) und Niels Bliesemann (Burg/Fehmarn).

Folgende Formalien wurden beschlossen: Die "Elektro-Innung Ostholstein" wird Rechtsnachfolgerin der Elektro- Innungen Eutin und Oldenburg, die ihr jeweiliges Vermögen einbringen. Die Geschäftsführung übernimmt die Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön.

Die neue Innung startet 2010 mit einem Etat von 90 600 Euro. Auch eine einheitliche Satzung wurde beschlossen.

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