Eutin und der Gründer der Uni Kiel

Die Veranstalter: (von links) Dr. Frank Petzold (Heimatverband), Dr. Frank Baudach (Landesbibliothek), Dr. Helgard Krupke (Universitätsgesellschaft), Klaus Schöfer (Freunde der Landesbibliothek) und Dr. Wolfdieter Schiecke (Freunde des Schlosses).
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Die Veranstalter: (von links) Dr. Frank Petzold (Heimatverband), Dr. Frank Baudach (Landesbibliothek), Dr. Helgard Krupke (Universitätsgesellschaft), Klaus Schöfer (Freunde der Landesbibliothek) und Dr. Wolfdieter Schiecke (Freunde des Schlosses).

„Christian Albrecht on tour“: Vortragsreihe an einem Abend rund um den Schlossplatz würdigt das 350-jährige Bestehen der Universität

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27. Mai 2015, 17:45 Uhr

Was hat die Residenzstadt Eutin mit der Christian-Albrechts-Universität in Kiel zu tun? Sehr viel mehr, als ein oberflächlicher Blick vermuten ließe. Der Gründer der Universität, Christian Albrecht (1641–1694), war als junger Regent Fürstbischof im Eutiner Schloss. Und die Bibliothek aus diesem Schloss bildete vor 350 Jahren zusammen mit der Klosterbibliothek von Bordesholm den Grundstock der Kiler Universitätsbibliothek.

Gründe genug also für eine Veranstaltung in Eutin, mit der das Jubiläum der Kieler Universität gewürdigt werden soll. Am Dienstag, 9. Juni, ist dazu eine Serie von vier Vorträgen geplant. Titel der Veranstaltung: „Christian Albrecht on tour“.

Hinter dieser Veranstaltung in drei Häusern am Schlossplatz steht eine neue Arbeitsgemeinschaft: Die Sektion Eutin der Universitätsgesellschaft, die Fördervereine der Landesbibliothek und des Schlosses Eutin sowie der Heimatverband treten erstmals gemeinsam als Veranstalter auf.

Es sei ein abwechslungsreiches Programm gelungen, sagt Dr. Helgard Krupke, die Vorsitzende der Universitätsgesellschaft in der Sektion Eutin und treibende Kraft für diese Veranstaltung. Schön sei auch, dass die Liste der Referenten vom Studenten über die Doktorantin bis zum emeritierten Professor reiche.

Einführende Worte wird am 9. Juni Anke Scharrenberg von der Landesbibliothek über das Schicksal Eutiner Bücher nach der Gründung der Kieler Universität sprechen. Den ersten Vortrag hält in der Landesbibliothek der Student Arne C. Suttkus, der von einer Reise Christian Albrechts in den Krieg erzählt. Ihm folgt ebenfalls im Seminarraum der Landesbibliothek der Goethe-Spezialist Prof. Dr. Albert Meier vom Institut für neue deutsche Literatur und Medien, der über Goethes Werk Faust I und II sprechen wird.

Um 20 Uhr folgt im benachbarten Ostholstein-Museum ein Referat von Claudia Ohlsen über den aktuellen gesellschaftlichen Trend, der sich mit Landlust und Landliebe sowie der Suche nach der Idylle beschreiben lässt. Claudia Olsen arbeitet aktuell im Team der Landesgartenschau-Gesellschaft Eutin, die Kulturwissenschaftlerin ist zugleich Doktorantin der Kieler Universität.

Zum Schluss spricht ab 21 Uhr im Rittersaal des Schlosses der emeritierte Prof. Dr. Dr. Dr. Ulrich Mathée über die Bedeutung der frühen Gottorfer. Der Zeitplan sei ambitioniert, räumen die Veranstalter ein, für Referenten wie für Zuhörer, die alle Vorträge hören wollen.

Es wird kein Eintritt erhoben, jeder kann – sofern der Platz reicht – alle Vorträge besuchen oder auch einzelne Veranstaltungen „herauspicken“. Wer mag, kann den Abend bei einem Glas Wein im Schloss ausklingen lassen.

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