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Stadtvertretung : Eutin soll schnell den Festsaal sanieren

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutiner Stadtvertreter erhielten Mittwochabend eine dicke Unterschriftensammlung. Die Forderung der Bürger: Die Sanierung des Festsaales duldet keinen Aufschub mehr.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 04:00 Uhr

Nach dem Platzen der Hotelträume rückt eine zügige Sanierung der Schlossterrassen auf die Agenda der Stadtvertreter. Die Fraktionen der SPD und der Grünen forderten gestern Abend dafür absolute Priorität bei den städtischen Vorhaben. Passend dazu erhielt Bürgervorsteher Dieter Holst eine Unterschriftensammlung, in der 2280 Bürger die schnelle Sanierung befürworten.

„Der Saal der Schlossterrassen wird dringend gebraucht. Wenn die bisherigen Veranstalter dort lange wegbleiben, ist das schädlich für Eutin“, betonte Dr. Wolfgang Griep. Der Vertreter des Kulturbundes Eutin ist Mitinitiator der Unterschriftensammlung, die er mit Christian Grantz und Barbara Bloch in der Sitzung der Stadtvertretung überreichte.

In einer Erklärung hob Griep hervor, dass der künftige Nutzungsbedarf hinreichend ermittelt und kein teures Gutachten mehr notwendig sei. Wichtig sei jetzt „ein Raumkonzept, das allen Anforderungen entspricht“ – dann könnte die Stadt starten. Dr. Griep: „Eine vollumfängliche Sanierung, die sich über mehrere Jahre hinzieht, ist nicht erforderlich.“

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz reagierte auf die Forderungen mit dem Hinweis, dass die Sanierung der Schlossterrassen, unabhängig von den Hotelplänen dort, bei den Maßnahmen für Stadtentwicklung und im Programm der Städtebauförderung gemeldet sei. Damit sei die Hoffnung groß, auch Fördergelder zu erhalten.

Parallel zur politischen Diskussion erfuhr der OHA, dass der Festsaal der Schlossterrassen ab sofort wieder für Veranstaltungen zur Verfügung steht. „Die Raumluft ist bestens, der Gutachter hat die Nutzung fürs nächste halbe Jahr jetzt frei gegeben“, bestätigte Simone Handschuck, im Stadtbauamt zuständig für Immobilien.

Die Stadt hatte die Saalvermietung zu Ende August eingestellt.Zum Einen sollte die damals noch laufende Planung für einen Hotelbau an dem Standort nicht eingeengt werden. Zum Anderen sorgt Asbest in Dichtungsringen der Heizungsanlage seit Jahren für Unsicherheit für die Saalnutzung: Die Stadt hat zur Auflage, halbjährlich die Raumluft auf Belastungen prüfen zu lassen. Sollte dabei der Grenzwert überschritten werden, muss der Saal geschlossen werden.


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