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Für neun Millionen Euro : Eutin: Privatmann plant Hotel direkt an der Stadtbucht

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Vier-Sterne-Hotel soll an der Stadtbucht entstehen. Es soll über 80 Zimmer und ein Restaurant mit Seeblick bekommen.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 09:30 Uhr

Eutin | Der Unternehmer und Wahl-Eutiner Alexander Herrmann plant den Bau eines Vier-Sterne-Hotels an Eutins bester Adresse – direkt an der Stadtbucht mit Blick auf das Schloss und den Großen Eutiner See. Die geschätzten Kosten: neun Millionen Euro.

„Die Stadt ist ein wunderbares Kleinod, dem nur noch eines fehlt: ein Hotel am ersten Platz. Ich bin Unternehmer, kenne Investoren und Betreiber, kann bauen und die notwendigen Puzzleteile zusammensetzen“, begründet Alexander Herrmann vom Alten Forsthof seine Entscheidung, für und in Eutin ein Hotel bauen zu wollen. Er selbst habe sich vor gut drei Jahren mit seiner Frau in Eutin verliebt. Doch wann immer sie Gäste unterbringen wollten, fehlte es an einer guten Möglichkeit in der Stadt.

Wie ein Schiffsbug soll das Hotel an der Stadtbucht liegen. Der verglaste Bereich im Erdgeschoss für die Gastronomie vorgesehen.
Wie ein Schiffsbug soll das Hotel an der Stadtbucht liegen. Der verglaste Bereich im Erdgeschoss für die Gastronomie vorgesehen. Foto: Herrmann

Gemeinsam mit einem Hamburger Architekturbüro plante Herrmann das „See-Hotel Eutin“, „das wie ein Schiff in der Bucht liegt“, schwärmt Herrmann von der Form des Gebäudes. Von der Stadtbucht sehe es wie ein Bug aus – „so haben mehr Zimmer den schönen Blick auf die historische Stadt und das Wasser“.

Neben 80 Zimmern (160 Betten) über drei Etagen, diversen Tagungs- und Veranstaltungsräumen und einem Kaminzimmer sind im Erdgeschoss ein Restaurant geplant mit rund 120 Plätzen innen und eine Außengastronomie mit zusätzlich 140 Sitzplätzen. „Mir ist wichtig, dass das Hotel nicht nur für Gäste attraktiv, sondern für die Eutiner auch ein neuer gesellschaftlicher Mittelpunkt wird“, sagt Herrmann. So sind speziell für Eutiner zwei Kegelbahnen, Boule-Bahnen mit Gastronomie, Kanu- und Tretbootverleih in Zusammenarbeit mit dem Seglerverein geplant und der Wellness-Bereich (500 Quadratmeter) mit Sauna und Whirlpool auf dem Dach sowie einer extra Bar soll ebenfalls nicht nur den Übernachtungsgästen zur Verfügung stehen.

Für das neun Millionen Euro teure Projekt gibt es laut Herrmann mehrere Investoren-Interessenten sowie zwei interessierte Betreiber. Auch Bürger sollen sich daran beteiligen können. 1,5 Millionen Euro sollen über Crowd-Funding zusammen kommen.

Malte Tech (FWE) von der Bürgerinitiative, die 2015 per Bürgerentscheid den Erhalt des Haus des Gastes erwirkte, zeigte sich von der Architektur an sich angetan, aber: „Eutin braucht an der Stelle kein Hotel. Zu groß ist die Gefahr, dass es letztlich Eigentumswohnungen werden, wie beim Gästehaus des einstigen Voss-Hauses, weil die erhofften Gästezahlen nicht erfüllt werden.“

Das Haus des Gastes steht derzeit am geplanten Standort für das Hotel.
Das Haus des Gastes steht derzeit am geplanten Standort für das Hotel. Foto: Emde
 
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