Eutin plant ein „Stadtumbau“-Fest

Ideenwettbewerb für Stadtfest-Ersatz gestartet / Sieben Bewerber bisher / Eintritt frei

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16. März 2017, 00:02 Uhr

Gibt es anstelle des von Helge Nickel abgesagten Stadtfestes im August passend zur Sanierung ein „Stadtumbau“-Fest? Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt hält das für „sportlich, aber möglich“.

In der Hauptausschusssitzung am Dienstagabend überraschte sie die Mitglieder mit der Info, dass sich nach Bekanntwerden der Stadtfest-Absage sieben Veranstalter mit verschiedensten Angeboten und Ideen bei der Stadt gemeldet hatten. Verwaltungsintern sei die Entscheidung für einen Ideenwettbewerb gefallen. Thema des Wettbewerbs soll das derzeit prominenteste der Stadt sein: die Sanierung. „Unser Arbeitstitel für den Ideenwettbewerb lautet deshalb ‚Stadtumbau‘-Fest“, sagt Stein-Schmidt. Bespielt werden sollen die Flächen der Innenstadt – außer Peterstraße – sowie die neu gestaltete Stadtbucht. Eine Bühne auf dem Markt mit Liveprogramm und ein Gastronomieangebot aus der Region sei wünschenswert, auch ein Flohmarkt sei denkbar, so Stein-Schmidt. Bürgermeister Carsten Behnk fügt hinzu: „Wir wünschen uns ein fröhliches, frisches Fest, das die Innenstadt belebt und Eutiner und Gäste gleichermaßen anspricht.“

Wie ist der Zeitplan? Die sieben Veranstalter, die sich bei der Stadt beworben haben, sollen mit den Vorstellungen zum Ideenwettbewerb gezielt angeschrieben werden, außerdem soll der Wettbewerb unter „Bekanntmachungen“ auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Die Konzepte sollen bis 31. März bei der Stadt vorliegen. Ein Gremium aus Vertretern jeder Fraktion, der Verwaltung sowie Tourismus-Chef Per Köster soll dann „bestenfalls noch vor Ostern“ die Entscheidung treffen, wer in diesem Jahr das Fest am 19. und 20. August ausrichten soll, so Stein-Schmidt. Malte Tech (FWE) fragte nach den Kosten, ein Flop wie beim Landesgeburtstag müsse verhindert werden. „Wir gehen im Moment davon aus, dass es kostenneutral läuft mit Standgebühren und Sponsorengeldern“, sagte Stein-Schmidt. Der Eintritt soll wie bisher frei bleiben.

Olaf Schmidt (fraktionslos) schlug vor, die Flächen der Stadt „wie besehen“ für den Zeitraum des Festes dem Veranstalter zu übertragen, sodass die Stadt aus jeglicher Verantwortung wäre, „das Risiko liegt dann allein beim Unternehmer“. Tech warnte vor der Nutzung der Stadtbucht, das Pflaster sei nicht fachgerecht verlegt. Bauamtsleiter Bernd Rubelt erklärte: „Es gab Mängel, die werden und wurden beseitigt. Die Belastung ist für die Feuerwehr und Stadtentwässerung ausgelegt. Ein Veranstalter kann für den ordnungsgemäßen Umgang sorgen.“

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