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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 01:15 Uhr

Eutin lockt mit Rabatt-Aktionen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stadt putzt sich für florales Großereignis heraus / Wirtschaftsvereinigung sieht LGS nach Anfangsturbulenzen als Chance

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2016 | 03:53 Uhr

„Nur noch drei Wochen, dann erwartet Eutin so viele Besucher auf einen Schlag, wie nie zuvor“, sagte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt gestern. Die Wirtschaft und die Innenstadt machen sich bereit für das florale Großereignis: Ob Verkehrsschilder für den LGS-Pkw- sowie -Bus-Parkplatz, Wegweiser vom Gelände ins Eutiner Zentrum oder Begrüßungsschilder mit der typischen „LGS-Blumenfrau“ an den Ortseingängen in der Lübecker, Plöner und Wilhelm-Wisser-Straße oder eine Millionen „versteckte“ Blumenzwiebeln von Narzissen, Tulpen und Hyazinthen, die die Gäste farbenfroh begrüßen sollen.

„Wir werden uns allerbestens als Stadt präsentieren“, so Stein-Schmidt. Dazu gehört optisch das „Blumenband“ bestehend aus 33 Geranientürmen, die den Weg vom Bahnhof bis zum Schloss zieren, aber erst nach den Eisheiligen (11.-15.Mai) aufgestellt werden. Aber auch die Händler in der Innenstadt werben mit verschiedenen Aktionen und besonderen LGS-Rabatten insbesondere für Tagesticket-Besucher (wie zehn Prozent auf den Einkauf oder das Festspiele-Ticket). „Der Besuch der Innenstadt wird auf einem großen Plakat auf dem LGS-Parkplatz beworben und die teilnehmenden Geschäfte sind durch entsprechende Aufkleber gekennzeichnet“, erklärte Stein-Schmidt. Außerdem soll ein Magazin zum Mitnehmen an den Eingängen zum Gelände den Besuchern den Gang in die Stadt schmackhaft machen – durch verschiedenste Artikel, beworbene LGS-Produkte und einen Plan vom Gelände und der Innenstadt. „Der Mensch ist neugierig, wir gehen davon aus, dass sich die meisten anschließend oder zwischendurch auch noch die Innenstadt anschauen werden“, so die Stadtmanagerin.

Die Schandflecke, wie der Leerstand in der Peterstraße oder der schiefe, bebilderte Bauzaun an der Voss-Haus-Lücke sollen bis zur Eröffnung noch gerade gerückt, geputzt und neu bebildert werden.

„Das Potenzial, das die LGS mit sich bringt, wurde von allen Partnern erkannt und es ist wichtig für so ein großes Projekt, tolle Partner im Boot zu haben“, sagte LGS-Geschäftsführer Martin Klehs in Richtung Klaus Hoth, Vorsitzender der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE). Die Ziele der LGS seien von Beginn an langfristiger ausgelegt, als nur eine reine Blumenschau zu veranstalten, so Klehs. „Wir wollen den Bekanntheitsgrad der Stadt steigern, dafür sorgen, dass die Menschen auch in den Folgejahren gern nach Eutin kommen und die Stadt städtebaulich voranbringen. Denn wir können uns nicht zu lange auf dem Eindruck der LGS ausruhen“, so Klehs. Die Voraussetzungen für gegenseitiges Profitieren seien gut: „Wir haben ein stadtnahes Gelände und schildern auch aus dem Gelände heraus in Richtung Innenstadt aus.“ Neben dem kostenlosen Bus-Shuttle sollen Ehrenamtler am Bahnhof auf den kurzen Weg durch die Innenstadt verweisen.

Der Tenor der Wirtschaft sei positiv, sagte Hoth: „Die kann für uns nur gut sein. Ich sehe darin große Chancen und glaube, diese Gartenschau sticht heraus.“ Hoth habe noch seine Zweifel, ob bei einer „Gartenschau der langen Wege“, die Menschen anschließend tatsächlich noch motiviert seien, einen großen Einkaufsbummel zu machen, aber insgesamt werde Eutin profitieren. „Es gab im Vorfeld viel Negatives und es hat uns mit den Baustellen schon ein wenig Substanz und Umsätze gekostet, aber das soll vergessen sein“, so Hoth. Auf Empfehlung der LGS und der Stadt habe die WVE den Geschäften der Innenstadt längere Öffnungszeiten am Sonnabend und Sonntagsöffnungen ans Herz gelegt. Rund 35, so Hoth, wollen mitmachen. „Viele überlegen sich das aber auch noch. Wir können es als WVE nur empfehlen, nicht verordnen.“ (siehe unten). Und noch eine Empfehlung will Hoth seinen Mitgliedern aussprechen: „Die Rabatt-Aktionen sollten wir auch für Dauerkartenbesitzer anbieten.“

Stadt und LGS gehen davon aus, dass der besucherstärkste Zeitraum von Juli bis September ist, „denn da sind die Ferien“, sagte Stein-Schmidt.

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