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Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 03:32 Uhr

Eutin: Kaufleute bitten um Dialog

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Appell an die Stadt: Bei Sanierung die Sorgen ernst nehmen

„Wir möchten gerne, dass unsere Anliegen gehört werden. Und wir hätten gerne eine Denkpause. Das ist unser sehnlichster Wunsch zur Weihnachtszeit.“ Dieser Appell an die Stadt war gestern zentrales Anliegen in einem Pressegespräch, zu dem der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) kurzfristig geladen hatte.

Der designierte Vorsitzende Hans-Wilhelm Hagen und Vorstandsmitglieder reagierten damit vor allem auf einen Bericht im „Ostholsteiner Anzeiger“ über die Kritik des Bürgermeisters Carsten Behnk an Aktionen von Vorstandsmitgliedern der WVE gegen den Fortgang der Stadtsanierung. Diese Aktivitäten reichen – wie berichtet – von einer Kontaktaufnahme mit der Staatskanzlei in Kiel bis zur Ankündigung eines Bürgerbegehrens zum Stopp der Bauarbeiten, die im Mai in der Peterstraße beginnen sollen.

Hagen und sein Stellvertreter Thomas Menke betonten gestern, dass der WVE-Vorstand kein Bürgerbegehren starten wolle, und das sei einstimmiger Vorstandsbeschluss. Die WVE begrüße grundsätzlich den Fortgang der Stadtsanierung. Aber es gebe angesichts der Dimensionen, die jetzt deutlich geworden seien, begründete Furcht, dass die Struktur des Einzelhandels nachhaltig Schaden leiden könnte.

„Allein ein neuer Straßenbelag bringt keine neuen Kunden nach Eutin“, betonte Menke, der einräumte, dass man die Größe und Dauer der Bauarbeiten anfangs nicht geahnt habe. Zugleich sei der Einzelhandel seit Beginn der Diskussion über die Stadtsanierung vor drei Jahren unerwartet stark durch Konkurrenz im Umfeld und Online-Handel unter Druck geraten.

„Wir brauchen für Eutin ein Alleinstellungsmerkmal, und wir möchten in Sachen Stadtsanierung einen positiven Dialog mit allen Beteiligten beschreiten,“ ergänzte Hagen. Seite 4

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erstellt am 23.Dez.2016 | 12:26 Uhr

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