„Eutin ist ein idealer Übungsort“

Die Drohne vom Typ KZO wird mittels einer Raketenladung von einem Lkw aus gestartet. Dabei entsteht ein lauter Knall.
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Die Drohne vom Typ KZO wird mittels einer Raketenladung von einem Lkw aus gestartet. Dabei entsteht ein lauter Knall.

Das Aufklärungsbataillon 6 fungiert Anfang Juni als Gastgeber und Ausrichter der Heeresausbildungswoche / 300 zusätzliche Soldaten

shz.de von
05. Mai 2015, 11:51 Uhr

Unter Hochdruck trainieren die Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ für eine Heeresausbildungswoche Anfang Juni in Eutin. Der Luftraum über Teilen der Region rund um die Kreisstadt ist dazu bereits gesperrt – zumindest was Flüge unterhalb 800 Metern Höhe angeht (wir berichteten). Denn die Eutiner Soldaten fliegen mit ihren Drohnen – unbemannten Luftfahrzeugen – das 40 Kilometer (Luftlinie) große Übungsgebiet ab. Und testen im Vorfeld der Übung, wo sie mit den Drohnen überhaupt gemäß den Vorschriften agieren können. Denn bewohntes Gebiet darf zum Schutz der Bevölkerung nicht überflogen werden.

14 Aufklärungsverbände der Bundeswehr werden zu der Heeresausbildungswoche aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Das Eutiner Bataillon fungiert als Gastgeber und Ausrichter. Vom 1. bis 4. Juni trainieren 250 bis 300 Soldaten verschiedene Einsatzszenarien. Im Vordergrund stehe die Frage, wie die Soldaten zukünftig zielgerichtet ausbildet werden könnten, so Presseoffizier Moritz Unkel. Eutin sei als „küstennaher Einsatzort“ ideal zum Üben aller möglichen Szenarien, sagt Oberleutnant Unkel.

„Wenn alles richtig läuft, werden Sie von den zusätzlichen Soldaten in Eutin wenig wahrnehmen“, sagt Oberstleutnant Alexander Radü, Kommandeur des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“. Nicht jeder sei jeden Tag draußen im Gelände. Dennoch werden sicherlich viele die Gelegenheit nutzen, in ihrer Freizeit Eutin und Ostholstein in Augenschein zu nehmen, so Radü. „Die Bürger werden die Heeresausbildungswoche nur an einer höheren Präsenz der Bundeswehr im Straßenverkehr und im Stadtbild wahrnehmen“, sagt Radü, der der Meinung ist, dass die Ostholsteiner und speziell die Eutiner der Bundeswehr positiv gegenüber stehen. „Wir sind eng verbunden mit der Bevölkerung. Die freuen sich auf uns“, sagt Radü.

Die Vorbereitungen zur Ausbildungswoche laufen seit September 2014. Am 20. und 21. Mai findet die Generalprobe statt, bevor es in der ersten Juni-Woche dann ernst wird für die Eutiner Aufklärer.

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