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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 09:53 Uhr

Eutin: Investor kann mit Vertrag beginnen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

B-Plan geändert: „Die Ostholsteiner“ können Integrationshotel an Stadtbucht planen

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 00:01 Uhr

Noch steht kein genauer Abriss-Termin für das Haus des Gastes fest, doch die Entwicklung des „heiß erkämpften Geländes“ an der Stadtbucht kann weitergehen, wie Gabriele Appel (SPD) im Ausschuss für Stadtentwicklung bemerkte. Der Ausschuss stimmte Donnerstagabend mehrheitlich für eine Änderung des Bebauungsplanes 73. Einzig die Freien Wähler, die für Erhalt und Sanierung des Hauses des Gastes geworben hatten, stimmten dagegen.

Ziel der Änderung des B-Planes ist laut Susanne Stange vom zuständigen Fachdienst der Stadt, die Potenziale der städtischen Grundstücke zu nutzen. „Der Bereich an der Stadtbucht soll mit der Zielsetzung aufgewertet und entwickelt werden, eine Hotelansiedlung zu ermöglichen“, so Stange. Für eine solche Prüfung musste die Gemeinbedarfsfläche umgewandelt werden. Jetzt könne geprüft werden, auf welchem Baugrund was möglich wäre.

Einzig der Punkt der Kostenübernahme für die Aufstellung der 2. Änderung des B-Planes war mehrheitlich strittig. Stange erklärte, das derzeit geprüft werde, ob die Planungskosten mit Mitteln der Städtebauförderung zu zwei Dritteln finanziert werden könnten, da die Fläche im Sanierungsgebiet liege. Der Ausschuss einigte sich in seinem Beschluss schließlich darauf, dass der Investor, der auf dem Grundstück irgendwann tätig werde, die Kosten für den B-Plan zu tragen habe, sollten sie nicht gefördert werden.

Das ist der erste Schritt der Politik, um dem Vorhabenträger „Die Ostholsteiner“ eine Planungsgrundlage zu bieten. Der zweite Schritt wäre laut Verwaltungsvorlage, „mit dem ernsthaft interessierten Investor ‚Die Ostholsteiner‘ einen grundstücksbezogenen Vertrag zu entwickeln, der dem Investor Handlungsspielraum geben würde, innerhalb einer begrenzten Zeit die Entwicklung eines Integrationshotels mit allen zu berücksichtigenden Belangen zu planen, um dieses Projekt im Anschluss realisieren zu können“. Deshalb wird, wie im Ausschuss bekannt wurde, im nicht-öffentlichen Teil des Hauptausschusses nächsten Dienstag über einen sogenannten Anhandgabevertrag beraten, der dem Investor bis Ende 2018 Zeit und Planungssicherheit gibt, die städtischen Gremien mit einem Konzept für ein Integrationshotel zu überzeugen. Denn binnen dieser Zeit verpflichtet sich die Stadt als Vertragspartner, nicht mit Dritten in Verhandlung zu gehen.

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