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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 12:22 Uhr

Eutin : Eutin hofft auf ein neues Voss-Haus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eigentümerfamilie Rülander betont ihren Willen zum Neubau. Einigung über sperrige Baulasten mit Nachbarn jetzt in greifbarer Nähe.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 11:12 Uhr

In trockenen Tüchern ist eine notarielle Vereinbarung über Baulasten zwar noch nicht ganz, doch Eigentümerin Barbara Rülander äußerte sich gestern verhalten optimistisch: „Wir sind ein ganzes Stück weiter als jemals zuvor. Es sieht positiv aus, dass es zu einer baldigen Einigung kommen könnte.“ Und wenn die erreicht sei, dann, ja dann werde von ihrer Familie der Neubau des Voss-Hauses umgehend in Angriff genommen.

Auf die Bebauung des Ruinen-Grundstückes am Voßplatz wartet ganz Eutin, seitdem das historische Gebäude Ende Januar 2006 durch Brandstiftung ein Raub der Flammen wurde. Aber so wenig die Polizei Erfolg hatte bei der Ermittlung des Brandstifters, so wenig ließen sich bisher die Pläne der Eigentümerfamilie umsetzen, die Baulücke mit einem Hotel garni zu füllen. „Ein Schandfleck!“ – dieses Urteil ist seit Jahren immer wieder von Passanten und Eutinern über das Ausbleiben von Baubewegungen auf dem grün überwucherten Areal nahe der Stadtbucht zu hören.

Dabei hatte die Stadt im Frühjahr 2008 mit dem B-Plan Nr. 103 schnell den städtebaulichen Rahmen gezimmert, drei Jahre später erteilte der Kreis für einen Architektenentwurf auch eine Baugenehmigung. Doch damit verbundene Auflagen zum Brandschutz, zu Stellplätzen und Vereinbarungen mit der Eigentümergesellschaft der direkt benachbarten Wohnanlage „Haus Seeblick“ sorgten immer wieder für Konfliktstoff und Aufschübe. Darum rankten sich jede Menge Gerüchte – eines davon: Die Eigentümer wollten gar nicht mehr selber bauen, sondern Grund und Boden teuer verkaufen.

Damit räumte Barbara Rülander gestern kräftig auf: „Wir wollen nach wie vor selber bauen. Es gibt keinen anderen Investor, und Seniorenwohnungen sind von uns auch nicht geplant“, sagte sie dem OHA.

Rülander bestätigte, dass vor allem durch Vermittlung von Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz in den vergangenen Monaten Bewegung in die komplizierte Materie gekommen sei. Mit der Nachbar-Gemeinschaft sei weitestgehend Einigung bei den Stellplätzen als auch beim Zufahrtsrecht für die Feuerwehr im Brandfall erzielt worden. Jetzt müsse noch eine letzte offene Frage der Nachbarn mit einem notariellen Angebot ihrerseits beantwortet werden, und das sei in Kürze zu erwarten. „Wir ziehen jetzt alle an einem Strang“, versprach sie.

Die Stadt hatte im April einer Verlängerung der Baugenehmigung um weitere drei Jahre zugestimmt. Dabei hatte sie aber auch aufgrund der neuen Sanierungssatzung sanft mit der gesetzlichen Möglichkeit eines Baugebotes gedroht. „Ziel ist es ,im Dialog mit dem Vorhabenträger schnellstmöglich einen Neubau des Voss-Hauses am städtebaulich prägenden und historisch wertvollen Voßplatz entstehen zu lassen“, hieß es dazu aus dem Rathaus mit festem Blick auf die Landesgartenschau 2016.

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