Eutin hat mehr als Wahlkampf verdient

emd

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15. März 2018, 15:03 Uhr

Die Politik hat’s schwer: Kurz vor der Wahl will man keine Wähler verprellen, danach wird man an der Einhaltung seiner Versprechen gemessen und ist auf Mehrheiten angewiesen. Die meisten, die jetzt zur Wahl stehen, haben sich mit der Stadtsanierung und dem gewählten Konzept für ein zukunftsfähiges Eutin und für Veränderungen entschieden. Dass sie das einfach über Bord werfen, ohne sich selbst mit den Betroffenen zu unterhalten und sich ein eigenes Bild zu machen, ist unverständlich. Transparenz und Bürgerbeteiligung wird oft betont und noch zu selten gelebt.

Die Eutiner sind nicht doof: Sie wissen, dass vieles von dem, was bis Mai zu hören ist, Wahlkampf ist. Sie wissen, dass in Eutin absolut nichts sicher ist, denn sie haben in der letzten Legislatur mehr als eine Rolle rückwärts erlebt, was einst gefasste Beschlüsse angeht. Es ist fraglich, ob der Stadtentwicklungsausschuss im April zum Drei-Parkplätze-Beschluss zurückkehrt – und noch fraglicher, ob sich die neue Stadtvertretung dran halten wird. Eutin braucht einen starken Bürgermeister, der nicht nur Prüfaufträge annimmt, sondern versucht, das Ruder standhaft in Richtung Zukunft zu halten, wenn er merkt, dass Politik zum Fähnchen im Wind verkümmert. Daran wird er in spätestens vier Jahren gemessen.

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