Eutin baut im Bestand

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Neubau auf grüner Wiese war gestern, jetzt gilt für den Wohnungsbau in Eutin: Lücken im Bestand nutzen und Altbauten ersetzen.

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08. Mai 2015, 09:06 Uhr

Insgesamt 80 neue Wohneinheiten sollen mit drei größeren Bauprojekten in Eutin errichtet werden. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sollen drei Bebauungspläne schaffen, die der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am Donnerstag zustimmend auf den Weg brachte. Konkret geht es um Vorhaben in der Riemannstraße, an der Lübschen Koppel und in der Seestraße in Neudorf.

Nach fast zweijährigem Streit gibt es für die jetzt frisch konzipierte Neubauplanung im Bereich mittlere Riemannstraße kaum noch politische Dissonanzen. Nach einer ersten Beteiligungsrunde für Bürger und Behörden wurden kleine Korrekturen am Entwurf des B-Plans 118 vorgenommen, gegen diese überarbeitete Entwurfsfassung stimmte nur Heinz Lange (FWE). Vorgesehen in dem insgesamt knapp drei Hektar großen Plangebiet ist im seeseitigen Bereich der Grundstücke Riemannstraße 92 und 94 der Neubau von drei Doppelhäusern mit jeweils zwei Wohneinheiten und zwei Mehrfamilienhäusern mit jeweils acht Wohneinheiten.

Der B-Plan 128 umfasst den Bereich Lübsche Koppel zwischen dem Verkehrskindergarten und der Elisabethstraße. Die beiden Gewerbebetriebe links und rechts der schmalen Sackgasse planen mehr oder weniger zeitnah eine Umsiedlung, so dass die Firmengelände für eine Wohnbebauung frei würden. Konkrete Planungen dafür gibt es bereits für die Grundstücksflächen der Baufirma Steenbock. Aufgrund einer Bauvoranfrage aus dem Vorjahr soll der Bereich jetzt baurechtlich vorrangig neu geordnet werden, in einem zweiten Schritt sollen später mögliche Veränderungen auf dem gegenüberliegenden Betriebsgelände städtebaulich konzipiert werden.

Durch den Abriss von Lager-, Büro- und Wohnbauten soll auf dem Firmengelände Steenbock Raum für drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohneinheiten entstehen. Dieses Vorhabemn soll abschmittsweise realisiert werden; in dem Zuge soll die Straße Lübsche Koppel verbreitert und auch eine Sanierung des Stradgrabens ermöglciht werden, der teilweise unterhalb des Büro- und Verwaltungsgebäudes verläuft.

Abreißen lassen will die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein auch drei ihrer 1938 errichteten Mehrfamilienmiethäuser in der Seestraße nahe der Friedenskirche. Energetisch und vom Wohnstandard entsprächen sie nicht mehr den heutigen Erfordernissen, hieß es. Dafür sollen neue Wohngebäude in Form von Mehrfamilienhäusern mit rund 30 Mietobjekten, doppelt so viele wie bisher, errichtet werden. Die Festlegungen dazu soll der einmütig angeschobene B-Plan 131 treffen.

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