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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 00:21 Uhr

Eutin 08 unterliegt im Gipfeltreffen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der SV Eichede kommt mit 2:1(1:0)-Sieg auf dem Waldeck dem Meistertitel in der Schleswig-Holstein-Liga einen großen Schritt näher

shz.de von
erstellt am 01.Mai.2016 | 21:31 Uhr

Mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Tim Becker, gab es für die Eicheder kein Halten mehr. Trainer Oliver Zapel stürmte aufs Spielfeld und wollte die ganze Welt umarmen. „Das ist einer der emotionalsten Momente in meiner Trainerlaufbahn“, sagte Zapel nach dem 2:1(1:0)-Sieg des SV Eichede bei Eutin 08 vor über 1000 Zuschauern im Spitzenspiel der Schleswig-Holstein-Liga. Die Eicheder gehen zwar mit einem Spiel mehr, aber auch mit satten acht Punkten Vorsprung auf die Zielgerade der Saison und sind dem Titel einen großen Schritt nähergekommen.

„Wir haben uns absolut gesteigert und nach dem frühen Gegentor eine überragende erste Halbzeit gespielt“, sagte der Eutiner Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner nach dem Spiel. Zwar waren die Gastgeber über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, doch der SV Eichede bot mit einer disziplinierten Leistung Paroli. Es entwickelte sich ein hochklassiges, temporeiches und spannendes Spiel. Der SV Eichede startete mit einem schnellen Treffer in die Partie, als Petrik Krajinovic frei vor dem Tor auftauchte und dem Eutiner Schlussmann Fabian Oeser mit einem Schuss ins rechte Eck keine Abwehrchance ließ, obwohl der den Ball noch berührte.

Eutin 08 schüttelte sich nach dem Fehlstart, kam besser ins Spiel. Trainer Mecki Brunner hatte mit Danny Cornelius und Timo Klotz die linke Seite sehr offensivstark aufgestellt, Kevin Hübner war vor allem auf dem rechten Flügel zu finden. Im Mittelfeld lieferte Kevin Wölk die Ideen, in der Innenverteidigung sorgten Kapitän Sönke Meyer und Christian Rave für Stabilität.

Die Eutiner waren vor allem bei Standardsituationen gefährlich. So wurde ein 18-Meter-Freistoß von Kevin Wölk abgefälscht und zischte knapp über die Latte (21.). Kurz darauf hatten die Gastgeber gleich zweimal die Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen, doch Florian Sax scheiterte mit seinem Kopfball aus fünf Metern am linken Pfosten, Sönke Meyer nahm den Abpraller mit vollem Risiko und schoss nur wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Nach einer halben Stunde bewahrte Torhüter Julian Barkmann die Stormarner vor dem Ausgleichstreffer, er fischte einen 18-Meter-Freistoß von Kevion Wölk mit einer Glanzparade aus dem rechten Eck.

Die Eutiner kamen mit guten Vorsätzen aus der Kabine – und wurden von den Eichedern erneut eiskalt erwischt. Arnold Lechler nutzte einen groben Schnitzer von Florian Sax im Mittelfeld und baute den Vorsprung der Gäste auf 2:0 aus (51.).

Die Eutiner gaben nicht auf, suchten ihre Chance und wurden nach einer Kombination von Kevin Wölk, Sönke Meyer und Florian Sax belohnt, der das 1:2 erzielte (63.). Die Gastgeber gaben weiter Gas, die Zuschauer forderten vehement einen Elfmeter, als Hübner im Strafraum attackiert wurde (84.), aber Schiedsrichter Becker hatte es anders (und wohl auch richtig) gesehen.

In der Schlussminuten gaben die Eutiner ihre Sicherung in der Abwehr vollends auf. Sönke Meyer war schon nach dem 0:2 ins offensive Mittelfeld vorgerückt, jetzt schaltete sich auch Christian Rave ins Angriffsspiel ein. So entstanden in der Abwehr Lücken, von denen Dominic Ulage eine zu einem Pfostenschuss nutzte (85.).

„Die Tore für den SV Eichede sind natürlich zu den für und ungünstigsten Zeitpunkten gefallen. Die Gäste haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Aber sie stehen deshalb auch mit Recht dort oben “, meinte Mecki Brunner. Er versprach: „Wir ziehen weiter durch, am nächsten Sonnabend geht es gegen den TSB Flensburg weiter!“

Der Eutiner Kapitän Sönke Meyer war sehr enttäuscht: „Wir haben 94 Minuten lang alles gegeben, die Mannschaft hat Moral bewiesen.“ Er bezeichnete die Eicheder als „glückliche Sieger“ und versprach: „Wir werden keine Punkte herschenken.“ Meyer sagte ein „Riesen-Dankeschön“ an die Eutiner: „Der Fußball wird hier angenommen, es war toll, vor solch einer Kulisse zu spielen.“ Mittelfeldspieler Philip Nielsen unterstrich diese Einschätzung: „Unsere Zuschauer sind sensationell!“

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