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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 06:37 Uhr

Eutin 08 siegt ohne Glanz 3:0

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schleswig-Holstein-Liga: Aufsteiger untermauert Tabellenführung mit einem Erfolg gegen den TSV Bordesholm

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 11:21 Uhr

Trotz Sonnenschein hatte das 3:0(1:0) von Eutin 08 in der Schleswig-Holstein-Liga gegen den TSV Bordesholm beiden Trainern die Laune verhagelt. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel“, knurrte Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner (Eutin 08). „Ich bin verärgert“, grollte sein Gegenüber Sönke Pries. Ihn wurmten die Fehler vor dem 0:1 und 0:3 und der laxe Umgang seiner Mannschaft mit den Chancen: „Wir laufen dreimal allein auf den Keeper zu und machen daraus kein Tor!“

Die Wackler in der Abwehr stießen Mecki Brunner sauer auf. Tatsächlich hielt Torwart Fabian Oeser sein Tor vor allem sauber, weil er die Stellungsfehler seiner Vorderleute dreimal reaktionsschnell ausbügelte. Kapitän Sönke Meyer hatte Mühe seine Abwehr zusammen zu halten, der Trainer gab ein lautstarkes Signal: „Passt doch mal auf, da hinten!“ - und holte seinen Sohn Tim vom Platz, für den er Florian Schumacher einwechselte (73.). Schon die Trainingswoche hatte Mecki Brunner nicht geschmeckt: „Wir haben zu wenig Trainingsbeteiligung gehabt. Erst die Erkältungen, dann andere Gründe. Da hat nichts gepasst.“ Allein Lasse Bork verdiente sich in seinen Notizen das Prädikat „Normalform“ - dabei hatte ausgerechnet er in der Woche überhaupt nicht trainieren können.

Der TSV Bordesholm hatte nicht die Qualität, um dem Spitzenreiter ernsthaft paroli zu bieten. Ein mit dem linken Fuß getretener Freistoß von Tim Brunner leitete das 1:0 ein, TSV-Torhüter Sebastian Lang geriet die Faustabwehr zu kurz, Lasse Bork nahm den Abpraller an, lief zwei Schritte und vollendete zur frühen Führung (8.). Nach einer Kombination von Lasse Bork und Clemens Lange wurde der Schussversuch von Sönke Meyer abgeblockt (12.). Dann rettete Lang mit einem „Hampelmann“ gegen Yannick Bremser, der eine Brunner-Vorlage direkt aufs Tor geschossen hatte (14.). Clemens Lange traf mit einem Kopfball nur den linken Pfosten (15.). Danach plätscherte die Partie vor sich hin, bis kurz vor der Pause Hübner schoss, Lang den Ball abwehren konnte und Felix Ahlers nur haarscharf am Abpraller vorbeirauschte (44.).

Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel machte es Ahlers besser, er wurde von Clemens Lange freigespielt und schob den Ball unhaltbar flach ins rechte Eck. Als Yannick Bremser nach einem abgewehrten Hübner-Schuss das 3:0 markierte (59.), war das Spiel scheinbar entschieden. Doch dann geriet die Eutiner Hintermannschaft aus dem Tritt, die Abstimmungsfehler häuften sich. Fabian Oeser bekam die Gelegenheit, seine Klasse zu zeigen (67., 68., 72.).

„Der Feiertag ist uns nicht bekommen“, machte Mecki Brunner seiner Unzufriedenheit Luft. Von Meisterschaft und Aufstieg wollte er nichts wissen. „Das Thema bringt nur Unruhe. Wir machen unsere solide Arbeit weiter. Die Reise zum FC Angeln 02 am nächsten Sonnabend wird eine schwere Tour.“ Er meinte: „Zum Glück haben wir jeweils zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“ Kein Glück hatte Lasse Leinweber, der in der 84. Minute in der Luft mit seinem Mitspieler Philip Nielsen zusammenrasselte. Nielsen konnte weiterspielen, Leinweber blieb – mit einem „Turban“ auf dem Kopf – in den letzten Minuten draußen.

Sönke Pries war mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden, haderte aber mit den vergebenen Chancen und der mangelnden Erfahrung: „Wir sind nicht clever genug. Eutin 08 war heute ganz sicher keine drei Tore besser.“ Zudem beklagte Pries Verletzungssorgen: „Mir fehlen seit sechs Wochen acht Stammspieler. Wir kriechen auf dem Zahnfleisch.“ Zu allem Überfluss musste in Eutin nach einer halben Stunde Kim Schatz verletzt raus.

Der Sieg des Spitzenreiters geht in Ordnung, der TSV Bordesholm hatte am Sonnabend nicht die Mittel, um die Eutiner ernsthaft zu gefährden. Den Gastgebern war jedoch anzumerken, dass ihnen in den letzten Wochen die Mehrfachbelastung mit Punktspielen, Kreispokal und Pokal der Meister die Leichtigkeit genommen hat, die sie in den ersten Wochen von Sieg zu Sieg getragen hat. Bester Mann auf dem Platz war Schiedsrichter Tim Becker, der die Partie nahezu fehlerlos und unauffällig leitete.

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