Fussball-Oberliga Süd : Eutin 08 kassiert beim SV Todesfelde eine verdiente 0:6-Niederlage

Kurz nach seiner Einwechslung erhöht Marco Pajonk auf 4:0, der Eutiner Torwart Nikolas Wulf hat kein Abwehrchance.
Kurz nach seiner Einwechslung erhöht Marco Pajonk auf 4:0, der Eutiner Torwart Nikolas Wulf hat kein Abwehrchance.

Der neue Spitzenreiter ist den Eutinern in allen Belangen überlegen. Morten Liebert schießt drei Tore.

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28. November 2021, 18:48 Uhr

Nach gut einer Stunde verabschiedete sich der Mann des Tages lächelnd von den Todesfelder Fans. Morten Liebert schraubte sein persönliches Konto beim lockeren 6:0 (2:0)-Sieg gegen Eutin 08 von 14 auf 17 Tore. Doch für die Eutiner gab es keinen Grund, erleichtert durchzuschnaufen, denn der eingewchselte Marco Pajonk machte dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Pajonk steuerte zwei weitere Tore zum Erfolg des SV Todesfelde bei, der sich am SV Eichede vorbei an die Spitze der Oberliga Süd schob.

So lief das Hinspiel:

Die Gastgeber hielten sich nicht lange auf, sie versetzten die Eutiner gleich mit dem ersten Angriff in der ersten Minute in Alarmzustand. Torwart Nikolas Wulf kam nicht an den Ball, Morten Liebert stand vollkommen frei, doch Sven Ole Westphal konnte die Gefahr gerade noch bereinigen. Danach spielten die Gäste ansehnlich mit. Doch mit der Auswechslung von Tim Schüler, der sich am Oberschenkel verletzte (21.), liefen die Offensivaktionen der Ostholsteiner nicht mehr so flüssig.

Das Bild täuscht, nur selten konnten sich die Eutiner durch, wie hier Fatlind Zymberi gegen Finn-Mathis Holm.
Harald Klipp
Das Bild täuscht, nur selten konnten sich die Eutiner durch, wie hier Fatlind Zymberi gegen Finn-Mathis Holm.
 

Auffälligster Spieler bei Eutin 08 war Shojun Tagawa, der die Deckung der Gastgeber einige Male ganz allein beschäftigte. Doch im Abschluss war auch er nicht gefährlich genug. Das Unglück nahm seinen Lauf, als eine Faustabwehr von Nikolas Wulf zur Kerze missriet, Morten Liebert seine Cleverness bewies und zum 1:0 einschob (33.).

Morton Liebert zum Dritten

Für Eutin 08 war der erste Treffer der Anfang vom Ende, für Liebert der Beginn eines trotz miesen Novemberwetters strahlenden Adventssonntag. Liebert schloss vor der Pause eine sehenswerte Kombination zum 2:0 ab (43.) und profitierte kurz nach dem Wiederanpfiff von seiner Handlungsschnelligkeit, als er die Situation schneller erkannte als Wulf und Lennart Jakubenko und auf 3:0 erhöhte (49.).

Das ist eine relativ herbe Enttäuschung. Dennis Jaacks, Trainer von Eutin 08
 

Marco Pajonk (69., 88.) erhöhte auf 5:0, ehe Niklas Sabas nach einer Ecke mit der letzten Aktion des Spiels den Endstand herstellte. Der Eutiner Trainer Dennis Jaacks war stinksauer: „Das ist eine relativ herbe Enttäuschung. In Todesfelde zu verlieren, das kann passieren. Aber die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, stimmt schon bedenklich!“

Sven Tramm lobt sein gesamtes Team

Tatsächlich ließen es die Gastgeber in den zweiten 45 Minuten wie ein Trainingsspiel angehen. Sie trafen noch dreimal die Latte, scheiterten wiederholt an Nikolas Wulf, nahmen das aber gelassen hin. Zu überlegen war die Mannschaft von Teamchef Sven Tramm, der sich freute, dass die Todesfelder das Spielfeld in einen bespielbaren Zustand versetzt hatten. „Das Spiel stand ein bisschen auf der Kippe. Wir haben etwas riskiert und den Platz etwas ramponiert. Ich denke, dass wir alles richtig gemacht haben.“ Seine Mannschaft habe eine geschlossen gute Leistung gezeigt und völlig verdient mit 6:0 Toren gewonnen.

Sein Gegenüber Dennis Jaacks mochte auch die personelle Not nicht als Entschuldigung gelten lassen. Er habe das Team mit U19-Spielern und Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht die Mentalität an den Tag gelegt, die man in einer Oberligapartie an den Tag legen muss.“

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