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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 11:48 Uhr

Eutin 08 ist beständiger geworden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Trainer Mecki Brunner hat sich mit seiner Mannschaft im zweiten Jahr in der Spitzengruppe der Schleswig-Holstein-Liga etabliert

Die Lage an der Spitze in der Schleswig-Holstein-Liga ist auch nach dem Abschluss der Hinrunde spannend. Zurzeit zeichnet sich ein Vierkampf mit Spitzenreiter TSB Flensburg, Eutin 08, dem SV Eichede und dem Heider SV ab. Das sind vier Mannschaften, die mit unterschiedlichen Erwartungen gestartet sind.

Mit der Euphorie von zwei Aufstiegen hintereinander hat sich der TSB Flensburg als Aufsteiger an die Spitze der Liga gesetzt. Trainer Jockel Press liebäugelt mit dem Aufstieg, hat aber auch das mahnende Beispiel des Vorjahresmeisters TSV Schilksee im Blick, der nach der Hälfte der Regionalligasaison abgeschlagen am Tabellenende steht.

Der SV Eichede hat schon ein Jahr in der Regionalliga hinter sich, hat in der Serie 2012/13 dort wertvolle Erfahrungen gesammelt, das Umfeld – auch mit einer beständig erfolgreichen Jugendarbeit – auf die höheren Anforderungen eingestimmt.

Die Überraschungsmannschaft im Spitzenquartett ist der Heider SV, der in der letzten Saison nur durch die Schützenhilfe des TSV Schilksee in der Schleswig-Holstein-Liga geblieben ist. Der Heider SV ist der einzige Club aus der Spitzengruppe, der einen Aufstieg rundweg ausschließt. Dafür sei das Sponsorenpotenzial nicht ausreichend, sagte der Geschäftsführer der „Heider SV Liga GmbH“, Peter Lafrentz, bei der Auslosung für die Hallen Masters.

Eutin 08 hat im vergangenen Jahr am Lizenzierungsverfahren für die Regionalliga teilgenommen – und den Testlauf bestanden. Sportlich stehen die Eutiner ähnlich gut da wie in der Vorsaison. Die Mannschaft macht einen stabileren Eindruck. „Wir haben dazugelernt“, sagt Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner, der von Co-Trainer Stefan Anders zuverlässig unterstützt wird. Brunner meint dabei das Spiel gegen den SV Todesfelde, indem die Gastgeber schon früh einen Feldverweis gegen Timo Klotz kassierten, dann aber in Unterzahl konsequent und mutig weiterspielten und sich letztlich mit einem 1:0-Erfolg belohnten.

Im schwierigen zweiten Jahr nach Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga machen die Eutiner einen gefestigten Eindruck. Nach wie vor ist Hauptsponsor Arend Knoop der finanzielle Garant dafür, dass die Sportvereinigung Eutin 08 ihren Namen im Fußball wieder aufpoliert.

Die Neuzugänge Kevin Wölk, Florian Stahl und Timo Klotz haben auf Anhieb auf dem Platz Führungsrollen übernommen. Florian Stahl führt die Torschützenliste der Schleswig-Holstein-Liga mit 20 Treffern aus 17 Punktspielen an, dabei ist der frühere Preetzer auch als Vorlagengeber bei den gegnerischen Mannschaften gefürchtet.

Kevin Wölk ist der Spielmacher, der mit seinen langen Pässen dem Eutiner Spiel Ideen und Impulse gibt. Timo Klotz hat sich als Außenverteidiger einen Stammplatz erspielt, der auf beiden Außenbahnen nahezu fehlerfrei spielt. Zwischen Startelf und Reservebank pendelt Lion Glosch, der auf der rechten Außenbahn spielt. Verletzungspausen verhinderten oft den Einsatz von Abwehrspieler Philipp Schümann, der anfänglich mit Knieproblemen kämpfte und aktuell wegen einer Aduktorenverletzung ausgefallen ist. Fabio Parduhn musste sich bislang oft mit Einwechselzeiten begnügen. Bereits nach der Winterpause wechselte Christian Rave vom VfB Lübeck zu Eutin 08, der der Offensive mehr Durchsetzungskraft gibt.

Dazu kommen Kapitän Sönke Meyer, der der unumschränkte Abwehrchef ist, und Torwart Fabian Oeser, der ein sicherer Rückhalt ist. Leistungssteigerungen haben Lasse Leinweber und Julian Brauer deutlich mehr Einsätze in der Startelf eingebracht. Höhen und Tiefen erlebte Kevin Hübner, der seine Schnelligkeit und Athletik noch zu selten ausspielt, und zu unbeständig ist. Schmerzlich trifft die Eutiner, dass Allrounder Halo Ali aus familiären Gründen nach Bonn gezogen ist.

Ein vorbildlicher Kämpfer ist Philip „Blubber“ Nielsen, der wahrscheinlich der meistgefoulte Spieler der Liga ist. Florian Sax bewies als Innenverteidiger und offensiver Mittelfeldspieler seine Vielseitigkeit. Wegen Verletzungen hat Linksfuß Tim Brunner bisher weniger Einsatzzeiten bekommen als in der Vorsaison,

Jüngster Spieler im Kader ist Jannik Niebergall, der seine Chance als Joker sucht und sich beständig weiterentwickelt. Nick Dräger hat sich auch in der laufenden Saison als zuverlässiger zweiter Torwart gezeigt, auf den Verlass ist, wenn er gebraucht wird.

Aus der Personalnot geboren hat Mecki Brunner zwei Spieler zurückgeholt, die sich eigentlich schon aus dem Kader verabschiedet hatten. Felix Ahlers war schon in die zweite Mannschaft verabschiedet worden und kehrte in den Kreis der SH-Ligaspieler zurück. Auf seine berufliche Laufbahn als Fitnesscoach hatte sich Lasse Bork konzentrieren wollen. Doch als ihn Mecki Brunner vor dem Todesfeldespiel anrief, meldete sich Bork prompt mit einer starken Vorstellung zurück. Er kann jedoch aus beruflichen Gründen nur reduziert trainieren – aber er hält sich schon von Berufs wegen vorbildlich fit.

„Wir werden beständig weiterarbeiten und sehen, ob wir uns noch verstärken können“, sagt Mecki Brunner. Er wird einen Einbruch, wie ihn die Eutiner in der vergangenen Saison nach der Herbstmeisterschaft erlebten, zu verhindern wissen. Die Mannschaft ist erfahrener und stabiler als vor einem Jahr.

Nach dem Ausfall des Spiels beim PSV Neumünster vor einer Woche bestreitet Eutin 08 den Rückrundenauftakt am morgigen Sonnabend ab 14 Uhr beim Preetzer TSV.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

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