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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 21:00 Uhr

Eutin 08 bewahrt die Ruhe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schleswig-Holstein-Liga: Gastgeber lassen sich von 0:1-Rückstand kaum beeindrucken und siegen 4:1

Wenn Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner vor der Saison nach dem entscheidenden Unterschied zur vergangenen Serie in der Schleswig-Holstein-Liga gefragt wurde, lautete seine Antwort immer wieder: „Letzte Saison haben wir auch viele Chancen gehabt, aber in dieser Saison werden wir sie viel besser nutzen.“ Die Mannschaft bestätigte gestern Abend ihren erfahrenen Trainer und machte gegen den FC Kilia Kiel aus einem 0:1-Rückstand mit einer souveränen Vorstellung einen 4:1(2:1)-Sieg.

Klar dass dem Coach der Rückstand aus der 20. Minute überhaupt nicht passte: „Es war besprochen, dass wir den Mann doppeln“, grollte er nach dem Abpfiff kurz – um dann die Qualitäten seines Team herauszustreichen. Er lobte das Passspiel, die Ruhe, mit der die Gastgeber das 0:1 wegsteckten und geduldig ihre Möglichkeiten suchten. Fabio Parduhn und Florian Stahl bestätigten in der 36. Minute, dass sie hervorragend zusammen passen. Stahl steckte den Ball durch, Parduhn reagierte am schnellsten, drehte sich kurz und schoss den Ball unhaltbar zum 1:1 in die Maschen. Nur fünf Minuten später ging Eutin 08 in Führung, als FC-Torwart Christopher Newe im Strafraum gegen Stahl zu ungestüm zur Sache ging. Schiedsrichter Florian Toschka zögerte nicht, er pfiff Elfmeter und zeigte Newe die gelbe Karte. Damit nicht genug: Christian Rave schoss den Ball hart und platziert in den linken Giebel.

Mit der Führung im Rücken machten die Eutiner auch nach der Pause Druck.

Thies Waschewski wusste sich gegen Rave in einer Aktion auf der linken Kieler Abwehrseite zweimal innerhalb von Sekunden nur durch Fouls zu helfen und war mit der gelben Karte noch gut bedient. Die Höchststrafe erteilte Philip Nielsen, der den Freistoß per Abstauber zum 3:1 nutzte (53.). Florian Stahl besorgte mit dem 4:1 den Endstand (73.).

„Man hat gesehen, dass wir clever sind“, stellte Mecki Brunner nach dem Spiel fest. Sein Gegenüber Özcan Atasoy ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft „ordentlich Geschenke im Rucksack“ gehabt und verteilt habe. Die Fehler seien im Vorjahr in der Verbandsliga nicht so hart bestraft worden. Hauptkritikpunkt an seinem Team: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gehabt. Es war heute für uns ein Spiel zum Lernen. Das Rückspiel sieht sicher schon ganz anders aus“, kündigte Atasoy an.

Die Eutiner Zuschauer waren mit dem Spiel hörbar zufrieden und verabschiedeten ihre Mannschaft mit Beifall. Kritik gab es lediglich an der Versorgung: „Beim 3:1 war schon kein Bier mehr da“, merkte ein Fan augenzwinkernd an.

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erstellt am 05.Aug.2015 | 15:57 Uhr

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