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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 21:29 Uhr

Europa-Projekt mit Solarautos

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zum Abschluss des Erasmus-plus-Projekts hat die Schule an den Auewiesen Schüler und Lehrer aus vier Nationen zu Gast

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 13:26 Uhr

Das war Künstlerpech. Solarenergie hieß das Thema des Halbjahres in den neunten Klassen der Schule an den Auewiesen. Und weil in diesen Tagen 32 Schüler und Lehrer aus Polen, Rumänien, Finnland und der Türkei im Rahmen des Erasmus-plus-Projektes zu Besuch sind, war für gestern ein Rennen mit kleinen Solarautos geplant. 13 sonnengetriebene Mobile hatten die Schüler gebaut. Doch ausgerechnet, als am Nachmittag der Rennstart auf dem roten Hartplatz am Ernst-Rüdiger Sportzentrum erfolgen sollte, begann es aus dunklen Regenwolken zu tröpfeln. Denkbar schlechte Bedingungen für einen Solarantrieb.

„Eigentlich sollte es jetzt fahren, aber wir haben zu wenig Licht“, bedauerte Yaari Thiele. Der 16-jährige hatte für die Malenter Gemeinschaftsschule gemeinsam mit vier Mitschülern ein Gefährt gebaut. Um den Umweltschutzgedanken noch ein Stückchen weiter zu treiben, lautete die Vorgabe, möglichst viele Teile zu recyclen. Die Malenter nahmen dafür den Getränkekarton eines Multivitaminsafts als Karosserie. „Wir haben den Boden abgeschnitten und die Elektronik da reingepackt“, berichtete Lotta Westphal (15). Die Räder waren allerdings neuwertig. Dass auch hier eine Wiederverwertung möglich ist, bewiesen andere Teams. So hatten die Türken ausgediente CDs zu Rädern umfunktioniert. Andere nutzten auch Plastiklöffel und -flaschen, Getränkedosen und Pappkartons für den Bau ihrer Solarflitzer.

Unabhängig vom Wetter war ein Klima-Markt, den Schüler anschließend für Mitschüler und Eltern veranstalteten. Hier lautete das Motto „reduce – reuse – recycle“, also „reduzieren – wiederverwenden – weiterverwenden“. So hatte die 7a aus entsorgten Dosen und Altglas Recycling-Kunsthandwerk gebastelt, etwa Kerzenständer, Behälter für Stifte oder Teelicht-Laternen. Außerdem gab es eine Modenschau aus Plastik und Papiermüll, ein Europa-Quiz, einen Flohmarkt und eine Tauschbörse. Zu essen und zu trinken gab es beispielsweise Backwaren vom Vortag oder Smoothies aus Obst „gestern“.

Mit dem Besuch aus den Partnerschulen in Malente endet das Erasmus-plus-Projekt, erklärte Schulleiter Dr. Thilo Philipp. „Solarenergie“ lautete diesmal das übergeordnete Thema, weshalb auch ein Besuch eines Bürgersolarparks in Rodenäs (Kreis Nordfriesland) auf dem Programm stand. In den Partnerländern hatten die Themen Geothermie, Wasserkraft, Windkraft und nachwachsende Rohstoffe gelautet.

„Sehr interessant“ findet Jule Rüdiger (15) das Zusammentreffen der Nationen in der Malenter Schule. „Es ist spannend, wie die sprechen und was typisch in ihren Ländern ist.“ Es sei auch eine gute Gelegenheit gewesen, Englisch zu sprechen. Bei ihr zu Hause sei eine finnische Schülerin untergebracht. „Wir können uns richtig gut verständigen.“

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