Verwaltungsgemeinschaft Bosau und Plön : Es soll nicht teurer werden

Noch kein konkretes Angebot, aber wesentliche Anhaltspunkte über die Finanzierung einer Zusammenarbeit hat die Stadt Plön dem Amt Großer Plöner See vorgelegt.

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20. Februar 2012, 11:12 Uhr

Plön | Bürgervorsteher Hans-Jürgen Kreuzburg und Bürgermeister Jens Paustian bestätigten, dass die Stadt Plön ein ernsthaftes Interesse an der Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft hat.

Zunächst aber kritisierten Kreuzburg und Paustian Darstellungen des Amtes über drohende Verwaltungskosten. Sie sicherten zu, ein Personalabbau erfolge ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das gelte auch für Mitarbeiter der Gemeinde Bosau. Ausgenommen sei nur die Stelle des Wahlbeamten, Bürgermeister Mario Schmidt.
Gegenseitige Schuldenübernahme sei ausgeschlossen

Ein Kostenangebot für jede einzelne Gemeinde des Amtes erachten Kreuzburg und Paustian als nicht sinnvoll. Ein Angebot könnte nur auf Basis der jetzigen Personalkosten des Amtes erfolgen. Steigerungen zur bisherigen Kostenhöhe würden ausgeschlossen.

Auch nach der Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft blieben die Haushalte von Gemeinden und Stadt autonom. Eine gegenseitige Schuldenübernahme sei ausgeschlossen. Die Höhe der an Plön zu zahlenden Verwaltungskosten würde durch einen öffentlich-rechtlichen Vertrag vereinbart. Sofern die Stadt infolge der Neuberechnung der Einwohnerzahlen finanzielle Einbußen hinzunehmen habe, gehe dieses Risiko zu Lasten der Stadt.
Abstimmungsgespräche auch mit Bösdorf und Ascheberg

Kreuzburg und Paustian sprachen sich auch für gemeinsame Abstimmungsgespräche aus. Mit dabei sein sollten Vertreter aus Ascheberg und Bösdorf. Zudem sollten die Abstimmungsrunden für Gemeindevertreter und Ratsherren offen sein und von einem Vertreter der Kommunalaufsicht begleitet werden.

Der von der Stadt vorgeschlagene Termin am Donnerstag, 23. Februar, um 20 Uhr im Feuerwehrhaus Plön kam in Bosau nicht gut an. "Dann ist Dorfschaftsversammlung in Thürk, und die ist schon lange geplant", kritisierte Mario Schmidt, der bei einer künftigen gemeinsamen Verwaltung mit der Stadt Plön keine Rolle mehr spielt. Jetzt wird ein neuer Termin gesucht.

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