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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 07:14 Uhr

Plön/Bösdorf : Es kommen mehr Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Klaus Tschirschwitz: Die Gemeinde Bösdorf könnte aus dem Stand zwei Wohnungen im Gemeindehaus Kleinmeinsdorf bereitstellen

von
erstellt am 28.Aug.2015 | 11:52 Uhr

Der stärker werdende Flüchtlingsstrom erreicht die Stadt Plön und die Gemeinde Bösdorf: Während Plön seit gestern zu den bereits 68 dort lebenden Flüchtlinge noch 48 zusätzliche Menschen aufnehmen und unterbringen muss, kommen auf die Gemeinde Bösdorf zu den bisher schon acht aufgenommen noch acht weitere Flüchtlinge hinzu. Das sagte Elke Springer, Teamleiterin für Jugend und Soziales der Stadt Plön, im gemeindlichen Bösdorfer Ausschuss für Gesellschaftliche Angelegenheiten.

Insgesamt, so Elke Springer weiter, muss der Kreis Plön jetzt 1274 Flüchtlinge aufnehmen und in den Gemeinden verteilen. Jetzt muss in der Stadt Plön und der Gemeinde Bösdorf nach neuen Unterkünften gesucht werden. „Die Gemeinde mietet die Wohnungen an, bezahlt auch die Miete und übergibt die Räumlichkeiten danach an die Eigentümer“, sagte Springer. Infrage kommen auch Wohnungen in Gebieten, die etwas abgelegen sind. Ausschussmitglieder machten sich am Donnerstag in Kleinmeinsdorf gleich Gedanken über Möglichkeiten der Unterbringung. „Wir könnten im Gemeindehaus aus dem Stand zwei Wohnungen im Gemeinde-
haus öffnen“, sagte Klaus Tschirschwitz (BfB). Die Gemeinde sei bisher ohne Erfolg auf der Suche nach einem Käufer. Tschirschwitz: „Das erwartete Geld aus dem Hausverkauf steht in keinem Verhältnis zu der Not der Flüchtlinge.“ Die Heimatstube würde er selbst für die Unterbringung von Flüchtlingen ausräumen.

Elke Springer fügt hinzu, dass die Stadt Plön für sich, Bösdorf und Ascheberg eine Variante zwei überlege: die Aufstellung von Containern. Dafür müssten allerdings gute Standorte geschaffen werden. Klaus Tschirschwitz stellt die Rechnung auf, dass mindestens zehn Container mit jeweils acht Plätzen für Flüchtlinge aufgebaut werden müssten. „Das ist zu viel, das wollen wir nicht“, fügte er hinzu.

Gesucht werden mehr ehrenamtliche Helfer, zusätzlicher Wohnraum aber auch Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens für Flüchtlinge. Interessierte sollten sich an Elke Springer von der Stadt Plön (Telefon 04522/ 505720) wenden.

 

 

Spendenkonto: 9555 bei der Förde Sparkasse (Stichwort: „Willkommenskultur für Flüchtlinge“).

 

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