„Es kann plötzlich jeden treffen“

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02. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Das Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ stand beim Eutiner Hospizgespräch in der Kreisbibliothek auf dem Programm. „Es kann plötzlich jeden von uns treffen“, sagte Referent Klaus Häring, Geschäftsführer des Betreuungsvereins Ostholstein.

Bei zeitgerechter Erstellung einer persönlichen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung mit Benennung eines Bevollmächtigten sei es nicht erforderlich, dass gesetzlich vom Amtsgericht ein Betreuer bestellt werde, sagte Häring. Mit dem Bevollmächtigten sollten die entscheidenden Dinge, die dem Vollmachtgeber wichtig seien, vor Unterschrift der Vollmacht besprochen werden. Eine Einschränkung der Vollmacht auf bestimmte Lebenssituationen könne Probleme machen, so dass jeder sich fragen müsse: „Habe ich zu dem Bevollmächtigten das ausreichende Vertrauen, dass er oder sie meine Angelegenheiten in meinem Sinne erledigt?“ Wenn dies Vertrauen nicht gegeben sei, sollte lieber eine juristische Betreuung angestrebt werden, bei der der Bevollmächtigte dem Amtsgericht gegenüber jährlich Rechenschaft ablegen müsse.

Anhand entsprechender Formulare verdeutlichte er ausführlich zahlreiche Details bei Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie auch die Möglichkeit einer Generalvollmacht. Er wies darauf hin, dass entsprechende Formulare und eine umfassende Beratung beim Betreuungsverein Ostholstein, Waldstraße 6 in gegen eine Gebühr von acht Euro zu erhalten sind.

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