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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 17:48 Uhr

Es geht wieder los: Neuer Orkan rückt an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

1400 Feuerwehren im Land in Alarmbereitschaft / Meteorologen: Sturmflut wie 1962

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Eine schwere Sturmflut wie 1962 sagt das Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IKW) morgen für die Nordseeküste voraus. „Die für Donnerstag erwartete Zugbahn des Orkantiefs Xaver ähnelt der Lage der schweren Sturmflut 1962 so sehr, als wenn es die Blaupause wäre“, erklärt IKW-Sprecher Niklas Weise. Allerdings, so beruhigt der Meteorologe im Gespräch mit unserer Zeitung, werden die Auswirkungen nicht denen wie 1962 gleichen. Die Deiche sind heute höher und stabiler.

Das Sturmtief soll Schleswig-Holstein bis Donnerstagmittag erreichen. An der Westküste fürchten Experten ähnliche Windstärken wie bei Orkan „Christian“, der Ende Oktober eine Spur der Verwüstung hinterließ.

Im Gegensatz zu „Christian“ wird das morgige Unwetter aber großflächiger sein und voraussichtlich erst im Laufe des Freitags nachlassen. Deshalb rechnen Experten mit mindestens zwei Sturmfluten an der Deutschen Nordseeküste, und zwar Donnerstagnachmittag und in der Nacht zum Freitag gegen vier Uhr. Das Umweltministerium in Kiel erwartet für die Nacht zum Freitag am Eidersperrwerk 2,50 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. „Das ist genau die Grenze zu einer schweren Sturmflut“, sagt der Abteilungsleiter für Küstenschutz, Dietmar Wienholdt. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass am Freitag eine Sturmflut nachkommt.“

Auf der Insel Sylt sind bereits Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet worden. So sollen die Vorräte an Sandsäcken aufgestockt werden.

„Wir sind mit dem Orkan Ende Oktober gut fertig geworden, und wir werden es auch diesmal“, erklärt der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, Peter Schütt.

Besonders hart erwischte es bei „Christian“ den Bahnverkehr. Zum ersten Mal in der Geschichte fuhren in ganz Schleswig-Holstein keine Züge mehr. „Wir hoffen, dass es diesmal nicht so heftig wird. Wir verfolgen die Unwetterwarnung natürlich sehr genau“, erklärt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst.

Mit „Xaver“ wird es auch winterlich in Schleswig-Holstein: Auf der Rückseite des Tiefs folgt polare Luft, in der Nacht zum Freitag geht der Regen in Schnee über.

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