Einwohnerversammlung : "Es geht um die Zukunft von Bosau"

Die SPD ruft zur Teilnahme an Einwohnerversammlung auf.

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04. Januar 2011, 10:30 Uhr

bosau | Bei der Einwohnerversammlung, die am 11. Januar um 19.30 Uhr im Musikraum der Heinrich-Harms-Schule beginnt, "geht es um die Zukunft der Gemeinde Bosau". Das sagte gestern die SPD-Vorsitzende Birgit Steingräber-Klinke mit Blick auf die Tagesordnung zum Punkt "Verwaltungsstrukturreform".

Dahinter steckt die grundlegende Frage, welche kommunale Verwaltung sich künftig um die Bosauer Belange kümmert, wenn Bürgermeister Mario Schmidt sein Amt aufgibt. Steingräber-Klinke: "Hier müssen die Bürger und Bürgerinnen informiert werden, damit die Gemeindevertreter auch wissen, was für Wünsche und Vorstellungen die Bürger haben."

Die Ausgangslage ist einigermaßen kompliziert. Bosau hat zur Zeit noch einen hauptamtlichen Bürgermeister, der auch das Amt Großer Plöner See leitet; gewählt ist er bis 2013. Mario Schmidt bewirbt sich aber um das Bürgermeisteramt in Grömitz, das im Sommer frei wird.

"Wenn er dort gewählt werden würde, wäre die Gemeinde Bosau im Sommer ohne hauptamtlichen Bürgermeister. Und dem Amt würde die Leitung fehlen." Unklar sei zudem, in welcher Form die Stadt Plön und das Amt Großer Plöner See sich zu einer Zusammenarbeit bereitfinden, zu der das Innenministerium beide Seiten spätestens 2012 verpflichten will.

Die SPD-Vorsitzende: "Im Moment scheinen einige Gemeinden im Amt dennoch einen Amtsdirektor wählen zu wollen, obwohl Mario Schmidt dafür nicht mehr zur Verfügung steht. Ein Amtsdirektor verursacht aber hohe Kosten für das Amt, die bei einer Verwaltungsübernahme durch die Stadt Plön eingespart werden könnten."

Allerdings habe die Gemeinde Bosau mehr Verflechtungsbeziehungen zur Stadt Eutin, vom Standesamt über die weiterführenden Schulen bis zu den Einkaufsmöglichkeiten. Und Bosau gehöre zu Ostholstein. Deshalb sollte, so Steingräber-Klinke, "auch bei der Stadt Eutin ein Kostenangebot für die Verwaltungsübernahme eingeholt werden".

Die SPD Bosau ruft vor dem Hintergrund die Bürger auf, zahlreich zur Einwohnerversammlung zu kommen. "Alle sollten mitdiskutieren, damit sie nicht das Gefühl haben, es wird alles hinter verschlossenen Türen ausgekungelt. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Thema, wohin wollen wir mit unserer Gemeinde Bosau, für alle sehr transparent diskutiert wird", sagte Steingräber-Klinke.

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